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Sumatra, Bukit Lawang
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Reisebericht Sumatra |
Bukit Lawang |
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KURZREISE NACH BUKIT LAWANG
Trekkingtour im LEUSER NATIONALPARK
BUKIT LAWANG UND TANGKAHAN
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2010
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
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Die herrlichen Gerüche, die unser Meisterkoch aus seinem Topf hervorzauberte, lockte indessen ein Orang Utan
Weibchen mit Jungen immer näher an unseren Platz. Zuerst noch weit oben in den Wipfeln herumhängend, zusammengerollt
wie eine rote Kugel, manövrierte sie sich dann langsam aber sicher, mit weit ausgestreckten Armen und Beinen nach
Lianen und Ästen greifend, immer mehr nach unten, wo wir unsere Früchte abgelegt hatten. Für uns war es ein
unerwartetes und kurzweiliges Erlebnis, dieses Tier in aller Nähe zu beobachten und hatten aber später noch alle
Mühe, mit brennenden Holzscheiden, weniger unseren Kochtopf als die mitgeführten Bananen zu verteidigen. Doch in
einem Moment der Unaufmerksamkeit klaute sie uns doch noch unseren Bananenvorrat, und beobachtete uns fortan von
weit oben in einer Baumkrone hängend, bis zum nächsten Morgen. Der Verlust unserer Nachspeise war schnell vergessen,
als Bang Tiar seine dampfenden Töpfe öffnete und sich der Urwald für kurze Zeit in unsere kleine kulinarische Oase
verwandelte. Im Kerzenschein dinierten wir aus unseren Plastikschüsselchen herzhaften Reis mit pikantem Hühnchen -
Curry und köstlichem Gemüse. In eben diesem Moment empfanden wir dieses Abendessen als einen Festschmaus, ...
als etwas ganz Besonderes.
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AUF INS PARADIES

Ausspannen in Bali
umgeben von Orchideen und Reisterrassen
villa-orchid-bali .de
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Affen-Kunststücke über dem Küchenzelt
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Bang Tiar musste schon früh aufgestanden sein. Entweder war ihm die harte Schlafstelle
zu unbequem geworden oder der nächtliche Regenguss hat etwas zu heftig und zu nass durch die Plane geschlagen.
Das Kaffeewasser war jedenfalls bereits heiß und auf einer zweiten Pfanne rösteten langsam Brotscheiben ihrem
hellbraunem Teint entgegen, zum idealen Morgen -Toast. Damit wir auch die Strapazen des zweiten Tages mutig und
gekräftigt bewältigen können, bot sich nichts besseres an, als Tiar's kraftvolle, dicke und nachhaltig wirkende
Nudelsuppe, bei der man immer beim Rühren das Gefühl hatte, den Löffel abzubrechen. Es liegt in der Substanz
dieser Suppe, dass sich sehr schnell eine fulminante und stabile Sättigung einstellt.
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Ideales Lager am Bohorok River
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Morgenstimmung am Bohorok River
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Da wir alle schon früh wach wurden, genossen wir den frischen Morgen und die aufgehende Sonne, deren wärmende
Strahlen das enge Flusstal noch nicht direkt bescheinen konnten. Schreiend überflogen die großen Hornbills mit ihren
geschwungenen langen Schnäbeln das Flusstal und verschwanden im dichten Buschwerk des Regenwaldes. Es erscheint
wirklich ein Wunder, was uns eine intakte Natur zu bieten vermag, uns innerlich bewegt und zum ehrlichen Erstaunen
befähigt.
Mit einem erfrischenden Bad im Bohorok - River wuschen wir uns nicht nur den Schlaf aus den Augen, sondern den
restlichen Schmutz vom Vortage gleich mit. Gerhard inspizierte zwischenzeitlich seine strapazierten Klamotten und
Schuhe etwas näher auf ihren aktuellen Zustand und auf etwaige weitere Gebrauchsfähigkeit.
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Ob sie die geklaute Ananas wohl teilt ?
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Peter saß wie so oft, weit über seinem
kleinen Büchlein gebeugt, in dem er mehrfach am Tage
"unvergessliches" in Kleinstschrift verfasste, niederschrieb und für
die Ewigkeit festhielt. Michelle, immer wie aus dem Ei gepellt,
ondulierte und fixierte bedachtsam ihre Haare in einer Art "blow up -
style" direkt zum Himmel, und
verdammte sie damit zur absolutistischen, aber adretten Bewegungslosigkeit. Yuni wiederum hatte alle Hände voll zu
tun, um für Gerhard den Kaffeenachschub zu sichern und ihm darüber hinaus allerlei heilsame und wohltuende Fürsorge
angedeihen zu lassen. Uta genoss an diesem Morgen sichtlich ihre wieder hergestellte Kondition und betrachtete diese
Trekking - Tour wahrscheinlich als Auftakt für umfassendere Unternehmungen.
Langsam wurde zum Abmarsch geblasen und nach perfekter Reinigung unseres Lagers ging es sofort richtig los ! .....
und zwar steil nach oben ! Wirklich steil ! Baumwurzeln sind nicht nur für die Bäume wichtig; zum Hochziehen
geschundener Körper sind sie unerlässlich. Berge fühlen sich hier doppelt so hoch an wie sie wirklich sind; sie
bringen Beine zum Zittern, Lungen zum Bersten und genau definierte Ziele werden zu verschwommenen, nebelhaften
Visionen. Das Missgeschick trotz Führers vom Weg abzukommen und einen dieser Monsterberge "doppelt" zu machen,
armdicke Lianen zu umklettern, die wie von Monsterhänden eines Super-Riesen zu Spiralen gedreht und wie ausgewrungen am Boden entlang schleichen und sich in die Höhe schieben, alles umschlingend, das war nicht eingeplant
gewesen. Als wir aber nach Stunden, noch rechtzeitig vor Sonnenuntergang wieder unseren Bohorok - River sahen,
wussten wir, es ist nun geschafft und das kleine Malheur war vergessen. Nur noch die Überquerung des Flusses mit
einer wenig vertrauensvoll aussehenden Sitzgondel lag noch vor uns. 2 Personen konnten von einem Podest aus einsteigen
und sich selbst an einem Seil an die andere Uferseite ziehen. Es sah gewagter aus als es dann wirklich war.
Aber Erleichterung war zu spüren, als wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten.
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Mit einem Raft über den Bohorok River
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Uta & Michelle ziehen sich über den Fluss
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Nach kurzer Zeit erreichten wir unter großem Hallo wieder unsere kleine Anlage, das
Garden Inn und die Zivilisation.
Für einen der nächsten Tage planten wir eine Fahrt nach Tangkahan, eine Strecke die nur mit einem Allradfahrzeug zu
bewältigen ist. Die 3 stündige holprige und äußerst unbequeme Fahrt zu diesem Dschungeldorf, ebenfalls wie Bukit
Lawang ein "Tor" zum Urwald, zeigt die andere Seite , - die kommerzielle Seite - dieses Gegend. So weit das Auge
reicht hat man hier den Dschungel abgebrannt und abgeholzt und die Landschaft zur einer Monokultur der Ölpalme
verkommerzialisiert.
Auch in Tangkahan hat man die Möglichkeit Trekking Touren zu unternehmen und in den Leuser Nationalpark einzudringen.
Interessant ist ein Besuch eines Elefanten - Reha - Centers. 7 Elefanten gehören zu einem ECO - Projekt am Kualsa Buluh
River das ca. 1800 Hektar umfasst und mithilft Fauna und Flora zu schützen. Man schützt den Regenwald mit Hilfe der
patrouillierenden PHPA-Ranger, die illegales Abholzen bekämpfen. Die Bevölkerung lebt im kleineren Stil vom Anbau-
und Bearbeiten von Gummi- und Kakaobäumen und ist eingebunden in dieses ECO - Projekt.
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Eine holprige Fahrt nach Tangkahan
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In Tangkahan überquert man mit einem Raft den Kualsa Buluh River und erreicht
die Dschungel Lodge von Alex mit seiner deutschen Frau Sylvia. Die Lodge thront erhaben über einer Biegung des
Buluh River, von deren geräumigem Terrassenrestaurant sich ein eindrucksvoller Blick auf den Fluss und das dichte,
undurchdringliche Grün des Dschungels eröffnet. Treppen führen hinab zum Fluss der zum Baden im frischen Wasser
einlädt. Schwimmt man zum gegenüber liegenden Ufer, das leicht zu erreichen ist, kann man sich in einer heißen
Quelle aalen, deren Wasser sich aus einer Höhlen – Badewanne in den Buluh River ergießt. Man genießt dabei ein
kostenfreies Spa - Gefühl in einer sagenhaften , ja traumhaften Umgebung, wie es vielleicht nur 5 Sterne Resorts
in Bali bieten können. (Dschungel Lodge, Tangkahan, +62(0)813 7633 4787)
Zu empfehlen ist auch die Mega Lodge mit netten Bungalows und einer guten Küche, aber ohne diesen fantastischen Blick in die
Urwald-Fluss-Landschaft. (Mega Lodge, Tangkahan, +62(0)813 7021 1009)
Schwieriger gestaltete sich die Rückfahrt nach Bukit Lawang. Zwischenzeitlich musste es schwer geregnet haben, denn die aus
tiefen , ausgefahrenen Kratern bestehende Piste war fast unbefahrbar geworden. Langsam quälte sich das Allrad - Fahrzeug
schlitternd durch Matsch und Geröll, bis wir spät in der Nacht, total durchgerüttelt und durchgeschüttelt ankamen.
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Abgeholzter Regenwald so weit das Auge
reicht
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Yuni und Uta winken nach dem Raft über den
Buluh River
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Freitags ist Markttag in Bukit Lawang. Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung strömen herbei. Emsig wird
gefeilscht in mitten diesem quirligen Treiben. Fremdartige Gerüchen überlagern den Markt. Eine Vielzahl von Früchten,
Gemüse und Gewürzen riechen und leuchten mit intensiven Farben aus Körben, Schüsseln und ausgelegten Plastikplanen hervor.
Dadar, eine Spezialität der Gegend ist überall zu haben. Ein giftgrüner Pfannkuchen
(Daun suji) naturgefärbt mit einem Extrakt aus Dschungel Blätter,
gekocht mit Palmzucker und Kokosnuss. Zur schmackhaften Abrundung des
ganzen ist ein Dschungel Tee das richtige, muntermachende Gebräu für Gaumen und Magen. Eine Kräutermischung
(wedang) oft ungefiltert mit schwimmenden Inhalt
angeboten, wie Sternanis, Zimt, ein Bündel Kräuterblätter, Muskat,
indonesischer Kadamon und eine Menge Ingwer, alles mit Palmzucker
gesüßt. Diesem Trank sagt man nach, das Blut zu stimulieren und neue Lebenskräfte hervorzulocken.
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Dschungel Lodge in Tangkahan
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Nach der Arbeit tut die Pflege gut
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Den Gummi Markt hat man aus gutem Grunde weit abseits des normalen Basars gelegt. Die Gerüche dieses Produktes sind intensiv
beizend, nichts für empfindliche Nasen. Zusammengepresst in rechteckige Pakete geformt werden sie angeliefert, gewogen und
weiterverkauft. Oft lagern die kleinen Kokosnussschalen große Klumpen lange im Wasserbad bei den Kleinbauern, bis der Gummipreis
akzeptabel geworden ist und sich ein Verkauf für sie etwas wirtschaftlicher gestaltet.
Am frühen nächsten Morgen, unserem Abreisetag, weckten uns eine Horde frecher Macaque - Affen, die sich heute
unseren Balkon als Tummelplatz auserkoren hatten. Enttäuscht, da nichts Essbares zu finden war, zogen sie kreischend
weiter zu Uta's Terrasse im Nebenhaus und bescherten ihr mit ihrem Gerangel, Mätzchen und affigen Allüren,
ein hautnahes Spektakel und Naturerlebnis frei Haus.
Die Abreise fiel allen schwer, denn der Aufenthalt in dieser noch intakten Urwaldlandschaft und das Erlebnis
mit der Tierwelt, hinterließ bei uns allen einen nachhaltigen Eindruck. Aber auch das unsichere Gefühl, wie lange
noch diese grüne Urwald - Insel bestehen kann, beschlich uns immer wieder. Es wäre der Menschheit zu wünschen, wenn
spätere Generationen unsere Abenteuer und Erfahrungen, noch in gleicher Weise erleben könnten.
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Gerhard Waldner
Geboren in Ludwigshafen am Rhein, war Gerhard schon seit frühester Jugend an vom Reisefieber gepackt.
Meistens mit Fahrrad und Motorrad bereiste er über 60 Länder. Auch
während seiner beruflichen Tätigkeit nahm er sich immer wieder genügend Zeit,
ferne interessante Gebiete zu bereisen und zu entdecken.
Seit dem Jahre 2006 lebt er mit seiner
Balinesischen Frau Yuni grösstenteils
in seinem Haus in Bali, auf der Insel zu der er sich immer wieder hingezogen fühlte. Die mehr als 17.500
Inseln des Indonesichen Archipels liegen nun vor seiner Haustür zur Erkundung bereit.
Ferien-Bungalows in Bali, Indonesien:
http:/www.villa-orchid-bali.de/
Kontakt via: mail@WorldTravelReports.com
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Der Gummimarkt und Umschlagsplatz in Bukit Lawang |
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