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Reisebericht Flores: Motorradtour Larantuka, Adonara |
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Flores: Motorradtour Larantuka, Adonara, Lemalera
Flores Motorradfahrt
Maumere, Larantuka, Adonara, Lembata, Lemalera
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2005
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
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Meine mit Spannung erwartete und seit langem geplante Motorradtour von Maumere in Zentralflores nach
Larantuka am Ostende der Insel konnte beginnen. Von Larantuka aus sollte die Reise mit dem Schiff weiter
über die Inseln Adonara und Lembata zum Walfängerdorf Lamalera gehen.
Bald danach bereitete ich mich im "Sea World Club" auf meine nächste Tour in die
östliche Richtung nach Larantuka und auf die Inseln Adonara und Lembata vor.
Larantuka war in einem Tag zu erreichen. Die leicht von Maumere aus zu erkundenden Sehenswürdigkeiten
hatte ich ja bereit angefahren, so kam ich schnell voran trotz einiger kleinerer Stops. Die Temperaturen
waren hoch, der Durst entsprechend gross.
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Vielleicht 30km östlich von Maumere versteckt in einem Baumhain stoppte ich kurz an einer kleinen Anlage
mit preiswerten, einfachsten Bambushütten ausgestattet. Das "Ankermi" mit einem kleinen Restaurant
wird von einer rührigen und hilfreichen Schweizer Tauchlehrerin geführt.
Weit weg vom Staub und Lärm der Strasse, nur Idylle und Meeresrauschen. Eigentlich könnte ich hier
mal wieder meinen Padi Tauchschein von Palu, Sulawesi (1997) auffrischen, ...
das war mein erster Gedanke als ich mir dieses kleine Paradies besah. Ja, sicher erst beim nächsten Besuch
auf Flores und dann mit viel mehr Zeit.
Die Hauptverkehrsader, die einzige Strasse welche die "Schlangeninsel" wie sie der geographischen
Form nach genannt wird windet sich von Labuhanbajo im Westen über Ruteng, über Maumere nach Larantuka
am Ostende der Insel. Ihr Zustand ist nicht schlecht und war mit dem Motorrad problemlos zu bewältigen.
Achtsamkeit ist dennoch immer angebracht.
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Ich persönlich war von Flores, der zweitgrössten Insel Nusa Tenggaras positiv überrascht, denn
sie ist landschaftlich sehr schön, abwechslungsreich und überaus grün.
Auf halben Wege nach Larantuka ist es sicher nicht verkehrt einen Abstecher nach Nangahala Gete zu machen.
Das Dorf beschäftigt sich hauptsächlich mit dem seit Generationen überlieferten Bootsbau und
mit der Salzgewinnung. Anders als in Bali wird hier das bereits konzentrierte Meerwasser nicht durch die Sonne
verdunsten lassen, sondern in riesigen Pfannen über Feuerstellen zur Kristallisation gebracht. Anscheinend
ist Brennmaterial, sei es Holz oder die getrockneten Kokosnuss-Schalen in genügendem Masse vorhanden.
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Flores: Nangahal Gete | Bootsbau
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Flores: Nangahal Gete | Salzgewinnung
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Nach einer ruhigen Nacht in einer Absteige in Larantuka ganz in der Nähe des Hafens machte ich mich schon
früh auf den Weg dorthin. Bereits vor 8 Uhr sollte ein Boot nach Adonara auslaufen und wer das Leben und
Treiben in solchen Häfen einigermassen kennt der weiss, dass man sich frühzeitig einen günstigen
Platz sichern sollte.
Endlich war mein Motorrad nach einem gefährlichen Manöver über schwankende Planken in Sicherheit
und ich konnte es mir auf einem Sack mit Reis zwischen Körben voller Obst und Gemüse erst einmal
gemütlich machen. Nun war es mir vergönnt in aller Ruhe das hektische Treiben am Kai und auf den Booten
zu beobachten.
Niemand schenkte den lautstarken Anweisungen der Verladearbeiter und dem Geschrei des Bootspersonals
noch irgendwelche Beachtung. Man schob und drängte mit Sack und Pack auf das Boot und quetschte sich durch
die bereits aufgestapelten Güter über Mensch und Tier stolpernd. In Säcken zappelten grunzende
Scheine die sich in Ihrem Versteck hörbar unwohl fühlten. Hühner in Ihren Körben hatten es
da schon etwas besser, war doch wenigstens etwas Sicht nach draussen möglich und auch Luft drang nach innen.
Grosse Bündel zusammen geknoteter Hennen fanden nach einiger Zeit ebenfalls ihre Ruhe, ergaben sich ihrem
Schicksal und arrangierten sich mit ihrer Umgebung. Leblos-ruhig, fast wie tot bereiteten sie sich auf ihre Reise
ins Ungewisse vor.
Eine Sirene heult auf und das Boot beginnt zu schaukeln. Plötzlich wieder Schreie und Rufe von
Nachzüglern die eilig dem Kai zueilen. Mit ihren Säcken, die sie hinter sich herschleifen, ziehen sie
eine zerkratzte Spur durch den Dreck des Vorplatzes und hoffen auf einen gutaufgelegten Kapitän. Langsam
schiebt sich der Kahn nochmals der Mauer zu, Bretter werden ausgelegt und zum Kai geschoben. Schwitzend und
schnaubend drängen die neuen Passagiere an Bord und durch alles hindurch was gerade erst zur Ruhe kam.
Keiner an Bord zeigt Unbehagen oder murrt.
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Flores: Ankunft in Adonara
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Flores: der Andrang im Hafen ist gross
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Nach ungefähr 3 Stunden wiederholte sich das gleiche Schauspiel im Hafen von Weiwerang auf Adonara.
Leider kann ich nicht bestätigen, ob die seit Jahrhunderten bereits bestehende Feindschaft zweier Gruppen,
den Demon's und den Padji's auf dieser Insel jetzt entgültig der Vergangenheit angehört. Diese
Feinschaft brachte Adonara den Namen "Insel der Mörder" ein. Auf jeden Fall ist immer noch
eine grosse Feindschaft und gegenseitige Verachtung vorhanden.
Nach weiteren 3 Stunden war die Insel Lembata in Sicht und kurz darauf machten wir schon in Lewoleba fest.
Eine einfache Unterkunft war schnell gefunden. Die Entscheidung war schnell gefällt, denn eine grosse Auswahl
gab es hier sowieso nicht.
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Flores Insulaner unterwegs
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Flores: Handel zwischen den Inseln
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Montags ist Markttag in Lewoleba und damit das grösste Ereignis der Region. Auch Boote von anderen
Inseln legen hier an und bringen Ihre Waren zum Markt. Neben Reis, Gemüse und Fisch finden auch immer
mehr Gebrauchs- artikel aus Plastik Ihre Abnehmer.
Mit der kleinen Yahama war es einfach die Umgebung zu erkunden, und ein einheimischer hilfsbereiter
"Reiseführer" war schnell gefunden. Meistens hat man den rauchenden Vulkan "Ili Api"
im Blick hat, der sich auf einer Halbinsel ca. 2okm nordöstlich von Lewoleba souverän erhebt.
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Flores: Api Iji bei Lembata
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Die Insel Lembata (Lomblen) ist hauptsächlich durch die Walfänger des Ortes Lamalera an der
Südküste der Insel bekannt. Die Bewohner leben dort fast ausschliesslich vom Walfang der sich
von Mai bis Oktober hinzieht, wenn die Wale ( Ikan Paus ) durch die Sundastrasse ziehen.
Die Holzboote sind mit 12 bis 15 Mann besetzt, haben ein rechteckiges Segel und besitzen vorne am Bug
eine Art Plattform für einen Mann, der nach den Walen ausspäht. Von dieser Plattform stürzt
er sich dann mit einer drei Meter langen Bambus Harpune auf den Rücken eines Meeressäugers um so
mit noch grösserer Wucht zustossen zu können.
Da die Harpune mit einem Seil mit dem Boot verbunden ist kommt es vor, dass das verletzte Tier den Kahn
noch in wilder Fahrt durch das Meer zieht.
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Diese Jagd kann lange andauern bis schliesslich der Wal verendet
oder durch weitere Stiche durch die Männer erlegt wird. Meistens werden Pottwale gejagt die bis zu 18 Meter
Länge erreichen können. Eine gefährliche Arbeit die diese Männer verrichten und die schon
viele Tote zu beklagen hatten.
Das Fleisch der Tiere wird nach altem Ritual unter den Familien verteilt,
nichts wird verschwendet und die Köpfe bekommen traditionsgemäss immer die beiden alteingesessenen
Familien von Lamalera.
Die Rückreise mit Schiff und Motorrad nach Flores und zu meinem Ausgangspunkt dem "Sea World Club"
in Maumere war kurzweilig und verlief ohne Zwischenfalle.
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Hafen Larantuka
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Gerhard Waldner
Geboren in Ludwigshafen am Rhein, war Gerhard schon seit frühester Jugend an vom Reisefieber gepackt.
Meistens mit Fahrrad und Motorrad bereiste er über 60 Länder. Auch als er 1974 die
Planex GmbH, Technik in Textil in Ludwigshafen gründete, nahm er sich immer wieder genügend Zeit,
ferne ihn interessierende Gebiete zu entdecken.
Seit dem Jahre 2000 lebt er mit seiner Javanesichen Frau Wandhansari und Tochter Kimberly grösstenteils
in seinem Haus in Bali, auf der Insel zu der er sich immer wieder hingezogen fühlte. Die mehr als 17.500
Inseln des Indonesichen Archipels liegen nun vor seiner Haustür zur Erkundung bereit.
Ferien-Bungalows in Bali, Indonesien:
http:/www.villa-orchid-bali.de/
Kontakt via: mail@WorldTravelReports.com
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Immer wo es etwas interessantes zu sehen gab hielt
ich an um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Es hilft sicher einige Sätze der indonesischen
Sprache zu beherrschen um dankbare Zuhörer zu haben und um schnelle Hilfe zu bekommen sollte es notwendig
sein.
Ich hatte es fast nicht anders erwartet, als sich mein Abflug von Maumere nach Bali wiederum um drei Tage
verzögerte.
Die Merparti Flüge fielen aus oder wurden einfach gestrichen; aber ich glaube solche
Unannehmlichkeiten muss man einfach einkalkulieren und darf sich davon die Freude am Entdecken der Inselwelt
Indonesiens nicht verdriessen lassen.
Gerhard Waldner
Beginn der Motorradtour durch Flores:
Fahrt nach Kelimutu
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