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Reisebericht: Virginia City - Reno - Lake Tahoe
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Reisebericht: Von der Golden Gate bis Hawaii
Virginia City, Reno, Lake Tahoe, Salt Lake City,
Idaho Falls, Craters of the Moon
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2002
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
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Wilder Westen: Virginia City – Reno
5.Juli 2002
Kartenstudium. Abfahrt vom Siera Retreat bei 109 Fahrenheit. Ria hat noch einen Ass im
Ärmel. Da wir nach Reno wollen, fahren wir über Dayton und Virginia City. Virginia City
ist ebenfalls eine restaurierte Westernstadt. Schon die Bergfahrt dorthin führt an alten
Bergwerken vorbei. Unterhalb der Stadt sind genügend Parkflächen vorhanden. Wir stellen
unser Auto ab und gehen in die "Museumsstadt". Der Galgen grüßt, Goldwäscher
bei der Arbeit, Fuzzy tränkt seinen Maulesel. Riesige Tafel mit "Brunswick Ledge"
(http://www.vcnevada.com/history/Vnthist.htm )Hier erinnere ich mich an Jerry Cotton und Tom
Prox. Das sind wahrhafte Erinnerungen!
Virginia City
(Siehe ADAC)1859, als das Goldfieber schon fast wieder auf Normaltemperatur gesunken
war, erreichte eine sensationelle Nachricht die Männer in der Sierra: die Comstock Lodge
barg Gold und Silber in rauen Mengen! Virginia City wurde gegründet, um1870 hatte es 30
000 Einwohner, 110 Kneipen, vier Banken, sechs Kirchen, sechs Theater und ein Opernhaus, in
dem sogar Caruso schon aufgetreten ist. Zu den Berühmtheiten der Stadt zählt auch Mark
Twain, der als Reporter für die lokale Zeitung arbeitete. Das Mark Twain Museum of
Memories an der C Street gedenkt seiner mit einer Anhäufung von Memorabiila. Virginia City,
Mitte des 19. Jhrdt. eine der reichsten Städte des Landes, teilte das übliche Schicksal
von Goldgräbersiedlungen: Nachdem man bis 1878 Gold und Silber im Wert von 300 Millionen
Dollar aus den Bergen geholt hatte, versiegte die Ausbeute und die Stadt verfiel. Heute
lebt sie vom Tourismus, der sich auf C Street, die Hauptstraße mit ihren hölzernen
Gehsteigen, konzentriert. Obwohl die Straße voll ist von Souvenirshops, hat die Stadt
einen gewissen Reiz, und wenn man über die karge Landschaft mit den graubraunen Bergen
blickt, kann man sich vorstellen, wie sich mitten in dieser Gegend einst das geballte und
von immer neuen Hoffnungen und Verlusten angeheizte Leben abspielte.
Die Hitze brennt die letzten Gedanken weg, Christian und Ria telefonieren mit der kühlen
Heimat.
Wir verlassen diese Westernidylle, die den Amerikanern heilig ist wie z.B. Rottenburg für
uns.
Wir erreichen die Spielerstadt RENO: Hier zum AAA. Da gibt es nette Menschen und gute
Auskünfte und so finden wir die Meadowood Mall. Christian findet endlich passende
Turnschuhe, und ich kaufe mir Dockers. Weiter zum Super 8. Schönes Zimmer und großer Pool
mit Bäumen. Hier bleiben wir gleich 2 Nächte.
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Lake Tahoe
6.7.2002
Über den scenic HWY 431 Richtung Lake Tahoe. Die Passtrasse geht am Mt Rose vorbei und
liegt zwischen 1900 und 3000 Metern.
Es ist eine Autokarawane, die sich durch dieses Gebirge schiebt. Ab und zu erstrahlt der
See in seinem Tiefblau, einmal zur Rechten einmal zur linken. "Dies ist sicher das
schönste Bild, das einem die Erde bietet, schwärmte Mark Twain von der prächtig blauen
Wasserfläche mit den Schatten der Berge, die sich leuchtend widerspiegeln auf seiner
stillen Oberfläche.
Wir kommen an Incline Village vorbei, wo die Ponderosa Farm besichtigt werden kann. Die
Cartwright Familie lässt grüßen.
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Hier ein paar Daten: Lake Tahoe: 520 qkm, Höhe 1900 m, ca. 500 m tief.
Wir gelangen an den See, der zum Teil von wunderschönen Häusern umsäumt wird. Jedoch nix
public alles private. Wir zählen nicht die Autos und die Menschen und glauben dem
Reiseführer, der meint "Der See und seine Umgebung sind ein einziges, riesiges
Erholungsgebiet". Den "Wüstenamerikanern sei es gegönnt!"
Wir verlassen diese wunderschöne Gebirgslandschaft. Im Süden am Lake Tahoe steigen riesige
Rauchwolken eines Waldbrandes in den Himmel. Also Richtung I80 und dann nach Reno zurück.
Im Talkessel rechts tuckert ein langer Dieselzug Baumstämme und Kühlwaggons von einem Ort
zum anderen. Wir essen wieder in einer Mall und dann geht’s ins schöne Motel. Christian
und Ria schwimmen.
Reno
Über die Stadt, die uns dem Abflug dient, gibt es nicht viel zu berichten.
Das bei Lake Tahoe gelegene Reno ist die kleine Schwester von Las Vegas: Hier kann man
genauso blitzschnell heiraten, genauso blitzschnell Geld verlieren und gewinnen, genauso
billig wohnen und essen. Trotzdem: Reno ist die schäbige Verwandte.
Die Hotels sind nicht so phantasievoll ausgeschmückt, die Shows nicht so grandios, die
Prachtstraße ist nicht so prächtig, die Neonbeleuchtung blass im Vergleich.
Mehr als in Las Vegas kommt hier, besonders bei Tag, die ganze Tristesse des
Spielbetriebs zum Ausdruck, hier fehlt der Schwung, mit dem Las Vegas sich in die Illusion
steigert.
Reno – Elko – Salt Lake City
7.7.2002
Ria holt Frühstück. Mein Magen grummelt. anschließend zu Barnes and Nobles, Borders
hatten wir, Dalton finden wir nicht. Bei Barnes and Nobles in der Reihe 100 Heroes of Amerca
in Englisch Adolfs Hitler: "Mein Kampf"
Rückgabe unseres Autos bei ALAMO freundlich und zügig. Auf dem Flughafen in Reno fallen
wir wohl als einzige Ausländer auf. Immer wieder von Sicherheitskräften beäugt, geht es
dann beim Einchecken zur Sache: Wir erden alle Drei einer besondern "Kontrolle "
unterzogen. Das entbehrt teilweise nicht der Komik! Christians Fotorucksack wird akribisch
analysiert. Ria muss die Birkenstock ausziehen, da die Schnallen einen Piepston erzeugen.
Dann wird Ria abgesondert und von einer Frau spezial untersucht. Kein Sprengstoff! Wenn man
redet, werden sie genauer. Die erste Kontrolle überstanden. Wir warten am Gate. Hier
hängen einige Spielergestalten an den einarmigen Banditen. Pappbecher mit Kleingeld im Arm.
Die Spieler/innen wirken wie abgewrackte Fregatten.
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Einchecken. Ich werde zum ausgesuchten Kontrollobjekt. Ria und Christian dürfen nicht
warten. Ria gibt mir Pass und Boardingcard.
Der Superkontrolleur von vorhin, - beruflich vielleicht Gärtner, zieht mich in seine
besondere Aufmerksamkeit und fängt erneut an zu kontrollieren. Schuhe ausziehen, Gürtel
aus der Hose, Hose runter. Die Passagiere warten im Flugzeug auf mich.
Er wollte wohl zeigen, dass die Pannen vor 2 Tagen auf dem New Yorker Flughafen in Reno
nicht übersehen werden.
Hier ist Provinz – hier ist man gründlich. Ich darf als letzter den Flieger besteigen.
Alle schauen mich an. Ich sage zur Ria: "Schikane" und nehme Platz.
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Flug mit EM 120 Brasilia im Dienste von DELTA von Reno über ELKO – Salt Lake City. Unsere
Flugbegleiterin Leslie ist sehr nett und baut uns durch kleine Snacks wie Müslikuchen,
Salzstangen und Getränke wieder auf. Es ist eine 2motorige Propellermaschine, die ziemlich
niedrig fliegt,. Wir fliegen über die Wüste Nevadas- das ist spannender als jeder Krimi,
runde grüne Kreise, Trails, Bergkämme, Dünen, Felsen, Schneereste, kleine Farmen,
Schattenspiele, die durch kleine Wolken hervorgerufen werden. Man spürt beim Fliegen den
Kontakt zur Erde unter uns. Zwischenlandung in Elko. Hier stehen ein paar Farmgebäude und
nach Zuladung hebt sich unser Vogel wieder ab Richtung SLC. Weiter geht der Wüstenflug mit
immer neuen Farben. Aufregend die Farben des Großen Salzsees. Faszinierend, Wasser und
Salzfarben. Unser 2. Besuch in Salt Lake City. Das Avispersonal ist recht unfreundlich, da
wir unsere Mietbedingungen wie aus Deutschland bestellt, belassen. Mit einem roten Pontiac
setzen wir unsere Fahrt zu unseren schon einmal besuchten Travelodge in der NW Temple Street,
gegenüber dem Tempel gelegen, fort. Über 100 Grad Fahrenheit. Im Zimmer ist es
superheiß. Ich stelle die Kühlung an und dann fahren wir erst einmal zu Albertson, das
Christian in der Nähe entdeckte hatte. Hier nehmen wir eine "preferred discount
card". Mit einer solchen Karte, die es bei den Ketten gibt, kann man die Sonderangebote
besonders preiswert einkaufen. Auf dem Kassenbon wir ausgerechnet, wie viel man gespart hat.
Als wir mit unserem Essen zurückkommen, misst Ria 34 Grad Celsius im Zimmer.
Wir streiten uns über die Temperaturen. Gespaltene Familienabstimmung. Wir schwitzen aber
alle gemeinsam. Eine wahrlich heiße Nacht wird durchlebt.
Idaho Falls
8.7.2002
Ria geht am Morgen in die Nachbarzimmer, die alle wunderschön kühl sind. Also zur
Rezeption und reklamieren. Die Frau entschuldigt sich und zeigt einen Zettel, dass unser
Zimmer hätte nicht vermietet werden dürfen wegen des Defekts an der Kühlanlage.
Preisnachlass 50%. Einverstanden und Abfahrt. Die Temperatur liegt nach über 20 Jahren bei
ca. 44 Grad Celsius. Es ist wahnsinnig trocken und heiß.
Wir brechen auf. Interstate 15 N, I 84 W, I 86 W Richtung Twin Falls –Shoeshone Falls. Der
Interstate zieht wie eine Strasse ohne Ende durch die leere Weite Idahos. Hier und da
riesige Berieselungsmaschinen und Einödfarmen. Steppe, öde Weite, nichtssagendes Land. Man
muss aufpassen, dass man bei dem wenigen Verkehr nicht am Steuer einschläft. Gegen
Spätmittag erreichen wir die Shoshone Falls. Eine Stahlbetonbrücke erstreckt sich über
das ausgedörrte Flussbett. Diese Gegend wurde erst 1832 zum ersten Mal auf dem Landweg beim
großen Treck in Richtung Westen passiert. Von Hier aus zogen die Trecks Richtung Westen,
Nordwesten und Südwesten.
Die Sonne brennt unbarmherzig auf uns nieder. Christian und Ria haben als nächstes Ziel den
Craters of the Moon NP ausgesucht. Über HWY 26 Richtung Arco. In dieser Einsamkeit hofft
man nur, dass die Klimaanlage nicht ausfällt, man genügend Sprit, genügend Wasser hat und
keine Panne. Vereinzelt ein Farmgebäude. Was bedeutet hier Ferne, Nähe, Nachbarschaft,
Hilfe im Notfall.
Craters of the Moon
Schwarze Lavawogen vor langer Zeit erstarrt, und Geröll wie aus dem tiefsten Innern der
Hölle bedecken die totenstille Landschaft. Nichts in dieser düsteren Naturkulisse lässt
Leben vermuten, von der kärglichen Vegetation an einzelnen Stellen abgesehen, die sich
zwischen schwarzblauern Schotter und rötlicher Asche zu behaupten sucht. Der
Parkranger, der Touristen durch dieses ehemalige Inferno führt, schwört Stein und Bein,
dass die Craters of the moon (tgl. 8.30-16.30, im Sommer bis 18 Uhr) irgendwann einmal
ihr dynamisches Innenleben nach außen kehren werden. Wie ein Bergpfad auf dem Mars zieht
sich die 11 km lange Autostraße durch das Gelände, das abergläubische Siedler
weiträumig mieden, während die Astronauten der Apollo-Missionen dort ideale
Trainingsbedingungen vorfanden.
Am späten Nachmittag erreichen wir diese Vulkangegend. An der Strasse Hinweistafeln
über den großen Treck Richtung Westen. Es lohnt sich bei der tief stehenden Sonne dieses
National Monument zu besuchen. Wir steigen auf einen Lavaberg. Der uns an eine ausgebaggerte
Kohlenhalde erinnert. Hier und da spärliches Grüne. Die Aussicht über diese störrische
Landschaft ist beindruckend, milde Luft aber viel Wind.
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Walter Jansen
Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.
Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.
www.reisekladde.de/
Kontakt via: kontakt@reisekladde.de
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Langsam bricht er Abend herein. Über Arco und Butte gelangen wir über den einsamen HWY
20 endlich nach Idaho Falls.
Die Stadt ist voller Touristen, wohl auf dem Weg vom oder zum Yellowstone NP. In der
Towne Lodge, kommen wir unter für 75 $. Das chinesische Pächterpaar ist stolz auf ihr
Etablissement. Wir erhalten ein schönes 3 Bett-Zimmer und sind zufrieden.
Nächste Etappe: Yellowstone NP - Salt Lake City
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