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Reisebericht: Phoenix - Sedona - Grand Canyon
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Reisebericht: Golden Eagle Passport
Phoenix, Sedona, Grand Canyon NP
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1998
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
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Phoenix - Sedona - Flagstaff
22. Oktober 1998
Geburtstag. Ria und Christian bringen mir ein Geburtstagsständchen mit einer sich
drehenden "Happy Birthday ..." spielenden Kerze. Heute wollen wir in Richtung Gran
Canyon fahren. Zunächst fahren wir ein Information Center.an. "I am the right
person." Dort gibt man uns Tips, welche Mall in Phoenix besonders schön sein soll.
(From my point of you ...). In Mesa nicht weit vom HWY 60 West (bei Phoenix) fahren wir in die
empfohlene Mall. Hier kauft Christian sich ein Paar Nike-Sportschuhe. Ein sehr netter
Verkäufer, der auf Christians Wünsche eingeht.
Vor Downtown Phoenix dehnen sich beiderseits der breiten Highways langweilige Reihen von
Wohnhäusern. Schnell sind wir in Downtown auf der Washington Street. Einzig dieses
spärliche Downtowndistrikt mit einer Handvoll Hochbauten unterbricht das monotone
Erscheinungsbild der Hauptstadt Arizonas. Im ADAC: "Nein, Phoenix ist nicht schön,
doch Phoenix ist beliebt - im warmen Winter. Dann tummeln sich hier, vor allem im noblen
Vorort Scottsdale und um die luxeriösen Hotelpaläste im Norden der Stadt Zigtausende von
Besuchern. Wir parken das Auto und machen einen kleinen Bummel. Hier um die Washinton und
Jefferson Street, die Hauptadern der Innenstadt, ragen moderne Bürotürme auf. Doch es
gefällt uns hier nicht, und so brechen wir schnell auf und fahren auf den I - 17 North.
Es herrscht starker Verkehr. Auf dem nahegelegenen Flughafen landen die Maschinen so wie man
bei einer Kette Perle an Perle reiht.
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Phoenix Hauptstadt von Arizona, Wirtschaftliche Bedeutung hat neben dem Flugzeugbau, der
elektronischen Industrie und der Nahrungsmittelverarbeitung die Textilindustrie. Das Klima,
die Parks und die diversifizierte Wirtschaftsstruktur haben Phoenix nach dem 2. Weltkrieg zu
einer der am schnellsten wachsenden Städte der Vereinigten Staaten gemacht.
Seit etwa 300 v. Chr. war das Gebiet von der Hohokamkultur besiedelt. 1871 wurde von
Siedlern die Stadt Phoenix gegründet, 1887 wurde die Stadt an das Eisenbahnnetz
angeschlossen. Seit 1889 ist Phoenix die Hauptstadt Arizonas. Die Fertigstellung des
Theodore-Roosevelt-Damms am Salt 1911 stellte die Wasserversorgung der Stadt sicher und
lieferte den elektrischen Strom, der für die Industriebetriebe benötigt wurde. Durch das
Klima entwickelte sich Phoenix zu einem beliebten Erholungsort, vor allem für Pensionäre.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 983000.
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Wir fahren weiter. Vor Sunset Point geraten wir in einen Stau und beschließen nun eine
Pause zu machen. Hier ist ein kleiner Rastplatz. Ein gelber Bugatti (Testversion?) fährt
vor. Christian fotografiert ihn. Hier am Rastplatz ist großes Hundetreffen. Hinweisschild:
TO PET EXERCISE AREA. Auch ein Verbotsschild ist zu sehen mit einem durchgestrichenen
Weinglas als Symbol. Darunter steht der Hinweis: Non for the road - its driving time. Wenn
man auf einen vierspurigen HWY wieder einbiegt, dann steht dort für die Beachtung der
Gegenfahrbahn nicht nur das bekannte Verkehrsschild: Verbotene Fahrtrichtung, sondern noch
mehrere Male der Hinweis: WRONG WAY. Auf der rechten Seite grüßt Montezumas Castle. Wir
verlassen hier den Interstate 17 N und fahren ab auf HWY 260 bis Cottonwood. Hier biegen wir
auf den idyllischen Highway 89a, denn wir wollen nach Sedona nach Flagstaff. Die Abendsonne
bestrahlt riesige Gebirge am Abendhimmel. Überall grüßen kräftige Cumuluswolken.
In der Abenddämmerung erreichen wir - malerisch in eine Kulisse roter Felsmonolithen
eingebettet - Sedona. Ein exklusiver Erholungsort erwartet uns. Wunderbare Häuser im
braunroten Gestein der Oak - Creek - Canyon Landschaft gebaut. Sedona ist eine
Künstlerkolonie. Hier verbrachte u.a. der deutsche Maler Max Ernst die Jahre der Emigration
aus Hitlerdeutschland. Aufgrund der Exklusivität wollen wir hier kein Motel ansteuern. Die
Preise werden wohl hier hoch sein. Auch hier möchten wir einmal Urlaub machen. So fahren
wir durch diesen Straßenort, von dem überall Wanderwege abgehen und folgen der idyllischen
Schlucht des Oak Creek, der sich am Steilabbruch des Colorado Plateaus hier in die Wüste
Zentralarizonas tief ins Gestein gegraben hat. Der HWY 89 a folgt dieser Schlucht durch
dichte Kiefernwälder und dramatische Engen. Ria fährt sehr konzentriert. Kurz vor
Flagstaff beginnt es zu regnen, die Cumuluswolken schütten aus, was sie nur können. Wir
fahren ein Ehrenrunde über den I - 40 (hier der berühmte Abschnitt Highway 66 )und
finden unser Motel DAYS INN. Mit Coupon übernachten wir für 45 $. Nah vorbei zieht der
Santa - Fe - Express zig Waggons in dieser Höhe hinter sich her und läßt oft sein
dumpfes Tuten hören. Flagstaff ist ein Touristenstädtchen /46000 Einwohner an der
berühmten Route 66) am Rande des Colorado Plateaus 2100 m hoch, eingebettet in Wäldern aus
Ponderosa-Kiefern. Eine davon, mitten im Ort 1876 zur Feier des Unabhängigkeitstages
aufgestellt, gab der Stadt den Namen "Fahnenstange".
Route 66: Nur kleine Teilstücke sind noch erhalten von der legendären Route 66, jener
Fernstraße von Chicago bis Los Angeles, die 1926 fertiggestellt wurde. Sie war der
All-American-Highway, die Straße der Hoffnungen und Träume, auf der die Menschen über
Jahrzehnte in den verheißungsvollen Westen zogen.
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Grand Canyon
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Grand Canyon
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Grand Canyon zum Zweiten
23. Oktober 1998
Die Sonne scheint und so fahren wir nach dem Packen und Tanken über den romanischen HWY
180. Bei Valle gelangen wir auf den direkten Zubringer HWY 64, Williams - Grand Canyon. Es
ist reichlich Besuch hier. Christian versucht noch eine Unterkunft für uns zu finden, aber
es ist einfach zu teuer. So genießen wir den Tag und fahren noch einmal die
überwältigenden Ausblickstationen an, die wir zum Teil schon bei unserem 1. Besuch
angefahren sind. Das 1. Mal, daß wir bei einer weiteren USA-Reise einen Ort zum 2. Mal
aufsuchen. Doch wie heißt es so schön im Prosepkt: "... A spectacular experience at
any time of year. Whatever the season.. spring, summer, fall, winter.. each brings an
intimate mood to the splendor of the Canyon that will make your visit very special ..."
Grand Canyon, sehr tiefe Schlucht im Nordwesten von Arizona in den Vereinigten Staaten,
die durch das Einschneiden des Flusses Colorado in das umgebende Tafelland des
Coloradoplateaus entstand. Der Grand Canyon ist etwa 350 Kilometer lang, 6 bis 29 Kilometer
breit und bis 1,8 Kilometer tief. Die Schlucht ist eine weltweit bekannte landschaftliche
Sehenswürdigkeit. Ein besonders eindrucksvoller Abschnitt gehört mit dem umgebenden
Plateau zum Grand Canyon Nationalpark, der jährlich etwa vier Millionen Besucher anzieht.
Der Grand Canyon ist tief in das Coloradoplateau eingeschnitten, dessen Oberfläche auf
einer Höhe von etwa 1 500 bis 2 700 Metern liegt und sich nach Südwesten neigt. Das Klima
auf dem Plateau ist arid und kontinental, sowohl Hitze als auch Kälte erreichen extreme
Werte. Am Grund des Canyon wird es im Sommer sehr heiß, im Winter gibt es nur selten Frost.
Keiner der Flüsse in diesem Gebiet führt ganzjährig Wasser. In den oberen Regionen ist
das Plateau spärlich mit immergrünen, trockenheitsverträglichen Gehölzen wie Wacholder
und Kiefern bewachsen. Der Nordrand des Canyon ist teilweise bewaldet. Die Vegetation in den
tiefer gelegenen Tälern besteht hauptsächlich aus Wüstenpflanzen wie Agaven und
Palmlilien (Yucca-Arten).
Entstehung
Der Grand Canyon ist eine Schichtstufenlandschaft. Durch die Erosion sind Schichten mit
Gesteinen unterschiedlicher Härte (und Verwitterungsresistenz) und Farben herausgewittert.
Das Kaibab- und das Kanab-Plateau, die den Nordrand der Schlucht bilden, liegen etwa 360
Meter höher als das Coconino-Plateau am Südrand. Diese Niveau-Unterschiede haben sich auf
die Erosion ausgewirkt: Vom Nordrand her fließt das Wasser in den Canyon hinein, wobei der
Rand zerschnitten worden ist und verschiedene Nebencanyons entstanden sind. Südlich dagegen
fließen die Flüsse vom Canyon weg und haben den Rand nicht angeschnitten. Die darunter
liegenden, älteren Gesteinsschichten fallen ebenfalls insgesamt nach Südwesten ein, so
dass von Norden kommendes Grundwasser in den Canyon hineinfließt, südlich davon aber
ebenfalls vom Canyon wegfließt. Im gesamten Bereich des Canyon ist das Gestein von Brüchen
und Verwerfungen durchzogen; die eine rasche Erosion begünstigen.
Geologie
Die Erosionsform des Grand Canyon ist erdgeschichtlich relativ jung. Vor sechs Millionen
Jahren begann sich der Colorado einzugraben, hervorgerufen durch eine Aufwölbung des
Coloradoplateaus. Die Schichten des Plateaus sind Meeres-Sedimente. Zuunterst liegen
Gesteine des Präkambriums, über einer Diskordanz folgt eine Schichtfolge des
Paläozoikums. Das geologische Profil zeigt von unten nach oben diese Abfolge: Die
ältesten, präkambrischen Gneise, Schiefer, Quarzite und Sandsteine besitzen ein Alter von
ungefähr einer halben bis einer Milliarde Jahren und sind später schräg gestellt worden.
Die über einer Diskordanz folgenden drei Formationen, der braune Tapeats-Sandstein, der
graugrüne Bright-Angel-Schiefer und die graubraunen Muav-Kalksteine und -Dolomite, stammen
aus dem Kambrium. Über einer Schichtlücke folgen die rötlichen Schichten der
Temple-Butte-Dolomite und -Sandsteine aus dem Devon sowie der helle, graublaue, stellenweise
auch rötlich verfärbte Redwall-Kalkstein des Mississippian (Unterkarbon). Die
Redwallformation ist etwa 150 Meter mächtig und härter als die darüber liegenden
Schichten; sie ist daher an den steilen Felsvorsprüngen zu erkennen. Es folgen Sedimente
des Pennsylvanian (Oberkarbon) und des Perm, beginnend mit der Supai-Formation, die rote und
graue Sandsteine, Schiefer und Kalke führt, die ebenfalls eine markante Schichtstufe
bilden, die so genannte Esplanade, ihnen folgen die Hermit-Schiefer, eine Schichtfolge aus
roten, weichen Tonschiefern, die hellbraunen Coconino-Kalke und -Sandsteine und zuoberst der
graue, ockerbraune und rötliche Kaibab-Kalkstein. Jüngere Sedimente sind, soweit
vorhanden, abgetragen worden.
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Grand Canyon
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Grand Canyon
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Geschichte
Die ersten Europäer, die den Canyon erreichten, gehörten zu einer Expeditionsgruppe,
die der spanische Forscher Francisco Vásquez de Coronado leitete und die im Februar 1540 in
Neuspanien (dem heutigen Mexiko) aufgebrochen war. Da die Schlucht jedoch nur schwer
zugänglich war, wurde sie erst mehr als 300 Jahre später vollständig erforscht. Etwa seit
1850 wurde der Grand Canyon und das angrenzende Gebiet von mehreren Expeditionen unter der
Leitung von Offizieren der Armee der Vereinigten Staaten untersucht und vermessen. Die erste
vollständige Durchquerung wurde 1869 von dem amerikanischen Geologen John Wesley Powell und
zehn Begleitern durchgeführt.
Hier im Grand Canyon South Rim fahren die Besucher hauptsächlich die westlichen
"view points" an, wie Yavapai pont, Hopi ponit, Mohave point, Pima point und
Hermit's Rest. Wir besuchen alle und sind wieder fasziniert von den sichtbaren geologischen
Veränderungen in Millionen von Jahren. Christian erklärt uns wie diese Veränderungen
zustande kamen. Gelernt ist gelernt. Erlebte Erdkunde. Toll! Neu ist diesmal unsere
östliche Route. Am Ostende des NP ist Desert View. Hier ist ein Aussichtsturm, von dem man
einen sehr guten Eindruck bekommt wie der Colorado River sich in die Felsen eingegraben hat.
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Wir steigen wieder ins Auto und fahren in Richtung Cameron und biegen ab auf den HWY 89,
der auf der linken Seite immer wieder Einsicht in kleine Canyons gibt. Wir fahren durch das
Gebiet Painted Desert und sind im NAVAJAO - Reservat. Wir erleben bei klarem Himmel die
Abenddämmerung in der Wüste.
Es ist eine seltsame Stimmung. Die Farben der Dämmerung
tauchen die Wüste in geheimnisvolle Farben. Wenig Verkehr. Ich denke:" Hoffentlich
keine Panne!" Unser Auto fährt brav. Wir haben den Ford Taurus schon richtig
liebgewonnen auf unseren USA-Reisen.
Wir fahren bis Page am Lake Powell. Ich denke an
"Die Stadt in der Wüste" S. de Excupery. Gleich am Ortsanfang ist ein neues
Motel: Days Inn. Hier finden wir eine gute und preiswerte Unterkunft für 58$.
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Glen Canyon Dam
24. Oktober 1998
Page. Die Navajo - Indianer bezeichneten diese windgepeitschte, abgelegene Ecke als
verhext "... the place where the trees died of fear." 1956 wurde diese Gegend von
der US -Regierung zum "Government Camp" zur Ansiedlung der Arbeiter zum Bau des
Glen Canyon Staudamms. Später wurde diese neu gegründete Ortschaft Page benannt nach dem
Leiter des Staudammprojekts Commissioner John C. Page. Heute hat Page 8000 Einwohner und
Ausgangspunkt für Freizeiunternehmungen auf oder um den Lake Powell.
Glen Canyon Dam: Die Dammmauer ist 457 m lang und ist 216 m tief und 178 m über den
ursprünglichen Flußlauf. Gefüllt liegt der Lake Powell hier 1128 m über NN.
Zurück zum Lake Powell: Es mutet schon seltsam an, daß der zweitgrößte Staussee der
USA inmitten kahler, felsiger Wüste liegt. 1964 begann man mit dem Stauen des Colorado
River; es dauerte 17 Jahre bis der Lake Powell im Juni 1980 seinen Höchststand erreicht
hatte. Der See hat nun eine Länge von 300 km und eine Uferlänge von ca. 3000 km - mehr
als die ganze Westküste der USA. Das ertrunkene Schluchtenlabyrinth ist ein Paradies der
Wassersportler, keine Bäume - wenig Sträucher Mit Hausbooten oder Motoryachten kann man
tagelang in dem Gewirr der Seitenarme auf Entdeckungsreise gehen. Nur auf dem Wasserwege ist
die größte Naturbrücke der Welt zu erreichen, die halbkreisförmige 88 m hohe Rainbow
Bridge.
Wir fahren zum Carl Hayden Visitor Center am Damm. Auf der Fahrt dorthin herrliche Ausblicke
auf den Stausee. Das Center bietet sehr viel Informationen. Man kann auch einen geführten
kostenlosen Rundgang mitmachen, doch wir wollen bald weiter. Wir schauen uns die
ausführliche Ausstellung an und kaufen im giftshop Indianerschmuck und Karten. Ein Bus mit
deutschen Besuchern überfallt den shop, so schweigen wir still. Wir kehren auf dem HWY
89nach Page zurück und biegen links ab auf den HWY 98 durch das riesige Gebiet der Navajo.
Oberhalb von Cow Springs endet diese Straße auf den HWY 160. Überall reine Wüste oder
Steppe, Berg und Tal. Es geht an Kyenta vorbei links auf den Sightseeinghighway 163 in
Richtung Monument Valley.
Auch wer hier noch nie war, erkennt die Szenerie sofort. Unzählige Western,
Abenteuerfilme und Werbespots wurden im Monument Valley zwischen den markanten, steilen
Tafelbergen aus feuerrotem Sandstein, die bemerkenswerte Namen tragen wie: Mittens
(Fausthandschuh), Stagecoach (Postkutsche), Totem Pole (Totempfahl) Merrick Butte, und
Elephant Butte. (Butte heißt Kolben, Gewehrkolben, Kerzenstumel, Stumpen) Nette
Bezeichnungen, oder?
Unter anderem spielte hier im Jahre 1939 ein junger Schauspieler namens John Wayne in
John Fords Klassiker "Stagecoach" - deutscher Titel "Ringo". Monument
Valley ist kein Nationalpark, da es im Reservat der Navajo liegt. Dieses Wunder der Natur
umfaßt 121 qkm. Der Navajo Council erklärte das Gebiet in ihrem Reservat kurzerhand zum
"Navajo Tribal Park", damit zum Naturschutzgebiet.
Kilometerweit verliert der Highway sich wie ein grauer Teppich der unendlichen Weite, die
man spürt. Unser Auto frißt Meile für Meile und plötzlich sieht man die bekannten
"Mesas" und "Poles" vor sich. Links an einer Straßengabelung das
Visitor Center bei Gouldings. Es ist wenig los hier. Wir wollen nur durch das Tal und weiter
nach Hanksville. Imposant, riesig, großartig, bemerkenswert, kolossal und beeindruckend, ja
fast unwirklich wirken diese Felsformationen auf uns. Alles wirkt klein gegen dies Brocken,
die hier in der öden Natur stehen. Wir kommen uns wie Zwerge vor in dieser
überdimensionalen Landschaft und ziehen weiter. Bei Mexican Hat geht es steil auf dem zum
Teil nicht befestigtem HWY 261 hoch und höher. Herrliche Aussichtspunkte in schwindelnder
Höhe lassen den Blick zurück schweifen in das gerade durchfahrene Tal. Der Juan River
schlängelt sich wie eine schmale Schlange durch die rotbraune Ebene. Man spürt hier die
Unendlichkeit der Zeit und die Größe der Schöpfung vor dem tief unter uns liegenden
Valley of the Gods. Rechts und links Wacholderbüsche und Kiefern. Wir treffen auf den HWY
95 und biegen ab in Richtung Hite. Wieder eine never ending road. Wir machen Vesper und
fahren dann weiter und weiter und weiter. Ab und zu Hinweise auf Rindvieh, das auch manchmal
auf der Fahrbahn steht. Ich muß dabei immer an saftige Steaks denken. Es dämmert bereits
als wir Hanksville erreichen. Ein paar Häuser, Tankstellen, ein Motel.
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Walter Jansen
Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.
Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.
www.reisekladde.de/
Kontakt via: kontakt@reisekladde.de
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Whispering Sands Motel. Alles ist sauber. Draußen riecht es nach Benzin.
Gewitterstimmung. Gut, daß wir ein Dach über den Kopf haben. Schräg gegenüber gibt es
etwas zu essen. Nach dem Essen sind wir kaputt. Die vielen Eindrücke dieses schönen Tages
haben uns müde gemacht, und so schlafen wir bald ein.
Im Zimmer liegt eine Karte des Reinigungspersonal aus.
"Your Motels Maids have done their best
For your clean and pleasant rest.
If to thank them you've decide
Please use this envelope provided."
Natürlich haben wir in allen Motels unseren pekuniären Dank hinterlassen.
Nächste Etappe:
Capitol Reef - Bryce Canyon - Zion NP
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