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Louisisana – Alabama – Florida
Karfreitag, 10. April 1998
Um 10 Uhr Abfahrt auf I 10 East. Eine Zollgebühr für die Brücke ist fällig: 1 $. An den
Straßen überall Hinweise: Hurricaine Evacuation Route mit Radiofrequenzen. Im TV erzählte
ein Experte, daß man bei einem GAU (Größter Anzunehmender Unfall) in New Orleans mit
über 50.000 Toten rechnen muß, da N O etwa 10 Meter unter dem Wasserpegel des Golfes liegt.
In der Zeitung steht heute ein Bericht über verheerende Tornados in Alabama und
Georgia: 32 Tote!
Die Größe der Stadt sehen wir erst als wir diese Toll-Brücke überquert haben. Wir
Touristen schauen nur ins French Quarter hinein. Schön, daß wir in Harvey wohnten und
somit Algiers kennenlernten.
Die WELCOME – CENTER der einzelnen Staaten (Infozentren) sind meist imponierend. In
Alabama haben sie ein Herrenhaus (Plantationhouse) "voll" eingerichtet mit
wunderschönen Möbeln. In Florida ist es durch seine Größe und den frischen Orangen- bzw.
Pampelmusensaft beeindruckend. Ein INFO – Blatt ist interessant:
Diese herrlichen Hinweise in DO und DO NOT
sollen wohl den etwas angeschlagenen Ruf Floridas, was die Sicherheit der Touristen angeht,
wettmachen.
Auf den Parkplätzen immer wieder Polizeivisiten. Wir fahren Richtung Mobile – Pensacola
– Fort Walton Beach. Man kann wieder eine Battleship, ein Fort oder Gardens besichtigen.
Wir machen dies nicht und essen, tanken, telefonieren. Oma und Opa sind beunruhigt, weil sie
im Fernsehen die Verwüstungen der Tornados gesehen hatten. Entweder waren wir dort gerade
oder wir wollten dort gerade hin. Der liebe Gott meint es bisher gut mit uns.
Diese verflixten Wirbelstürme, die Geschwindigkeiten bis 200 km/h erreichen und wie ein
kräftiger Staubsauger alles, was sich ihnen in den Weg stellt, einfach wegsaugen und
wegwirbeln. Wir fahren weiter.
Oft sehen wir sogenannte Weight-Station für die Trucks. Eine Parallellspur führt über
eine Waage und wird dann wieder auf die Straße eingefädelt. Stau. HWY 29 South, 98 South.
Es gibt keine Osterferien, so werden die paar freien Tage genutzt. Es haben ja nicht alle
frei, denn die Verbrauchermärkte haben zumindest halbtags geöffnet, auch an Ostern.
Wir fahren bei hellem Sonnenlicht an wunderschöne Badegegenden vorbei. Riesige Parkplätze,
Kinderspielplätze, Meeresbuchten, langgestreckte Sandbuchten, die zum Teil künstlich
angeschüttet wurden.
Es ist Abend als wir in Fort Walton Beach endlich eine Unterkunft in einem Best Western
Motel finden. No Vacancies, hören wir heute öfters. Dieser Strand zwischen Pensacola und
Panama City ist laut ADAC der Geheimtip im Norden des SUNSHINE – States Florida. Hier im
Panhandle, dem Pfannenstiel- wie der Nordteil Floridas genannt wird, liegen die schönsten
Strände des Staates.
Das Problem als Fußgänger die Straße zu überqueren ist uns bekannt. Auch hier gibt es
Probleme. Auf einer Bank am Strand erleben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang
Christian erkundigt sich nach einer Mall. Direkt in unserer Nähe ist eine große. DALTON,
der uns schon bekannte Buchladen bietet einiges.
Als wir zurück sind, essen wir unser mitgebrachtes Abendessen. Anschließend hat Ria
Einschlafstörungen. Bei Ihrem Fahrpensum heute auch keine Besonderheit.
Tallahassee
Samstag, 11. April 1998
Wie heißt die Hauptstadt von Florida? Bis heute haben wir es auch nicht gewußt. Es ist
Tallahassee. Nur 90.000 Einwohner. Der Name stammt aus der Sprache der Creek-Indianer und
bedeutet soviel wie "alte Stadt".
Das Frühstücksbüffet war leider schon leer gefegt. Wir waren zu spät.
Jetzt kommen wir an eine wunderschöne Strandgegend. Hier machen wir bei greller Sonne,
stahlblauem Himmel und schneeweißen Sand erst einmal Pause. Toll, aber langweilig.
Christian: "Dafür sind wir nicht nach Amerika geflogen." Also weiter.
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