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Charleston
12. April 2001
Es ist heiß und bewölkt. Wir fahren über Columbia I 20 East in Richtung Charleston. Aus
den Couponheften, die es in jedem Visitorcenter an den Interstates gibt, hatte Christian
unsere Übernachtung schon ausgesucht. Doch es war nichts mehr frei. Die Stadt voller
Touristen. Also parken wir im Zentrum und schauen uns die historische Viertel an.
ADAC: Es gibt eine Stadt am Atlantik, die das Zeug dazu hat, alle anderen kolonialen
Gründungen an Charme und Schönheit zu übertreffen: das zwischen Ashley und Cooper River
gelegene Charleston. Seit dem 17. Jh. war es Handeiszentrum —auch für Sklaven. Flanieren
Sie an schönen Burgerhäusern vorbei, machen Sie eine Bootstour nach Fort Sumter, wo der
Bürgerkrieg begann, und genießen Sie Parks und Gärten an der Battery, der Promenade am
Wasser. Charlestons Küche ist für alles berühmt, was aus dem Meer kommt (ein leckerer
Tip: Hyman's Seafood Company, 215 Meeting Street, und die Stadt selbst für ihr gesundes
großbürgerliches Selbstbewusstsein. Und dann ist da noch der kleine Tordurchgang gleich
neben dem Heyward-Washington Hause (89-9 1 Church Street), der von einem feuerroten Schild
als Catfish Row identifiziert wird:
Hier, in der früheren Cabbage Row ist der Schauplatz für Gershwins Musical "Porgy and
Bess." Deutlich spürbar ist das Flair des Alten Südens auch in der Boone Hall
Plantation mit dem original erhaltenen Herrenhaus und - eine Rarität in den USA - -den
Ziegelbauten der Sklaven (wenige Kilometer nördlich Richtung Georgetown).
Wir fahren raus nach Northwood und finden im Couponheft das Quinta Motel.
Athens
13. April 2001
Heute ist Fahrtag. Ria fährt sehr gut. Es ist starker Verkehr. Es geht I26 bis Columbia
dann auf I20 bis Augusta. Hier findet Christian in einer Mall endlich wieder seine Nike
Schuhe. Übernachtung im Travelodge.
Zwischen Charleston und der Grenze zu Georgia erstrecken sich die malerischen Sea Islands,
von denen besonders Edisto Island mit vielen alten Häusern einen Abstecher wert ist. Der
hübsche Ort Beaufort wurde im 18.Jh. durch seine besonders seidige Baumwolle reich, was
viele Gebäude heute noch bezeugen. Kurz vor Savannah stoßen Sie auf Hilton Head, einen
beliebten Küstenort für Urlauber.
Hier war Christian mit seiner Austauschklasse.
Von Athens bis Atlanta
14. April 2001
Athens, http://www.uga.edu/uga/Athens.html in dem sich um die 1785 gegründete University of
Georgia ein kulturell reges Gemeinwesen bildete. In der kleinen Stadt entstanden mehrere
stattliche Villen und Residenzen, die heute den historischen Kern bilden.
Um diesen Besitz vor den Unionstruppen zu schützen, goß eine lokale Fabrik eine
zweiläufige Kanone, die nun vor der City Hall an eine waffentechnische Pleite erinnert. Der
Probeschuss mit zwei durch eine Kette verbundenen Kugeln geriet zum Lacherfolg, weil die
eine Kugel statt des ausgemachten Ziels eine Kuh ins Jenseits beförderte, während die
andere den Kamin von einem Hausdach fegte.
Nach einem kurzen Besuch von Downtown und natürlich o.g. Kanone besucht fahren wir hinaus
in den Botanischen Garten, der sehr gepflegt ist und von der Uni betreut wird. Es geht
weiter auf HWY 176 N, dort soll ein Swamp sein, den wir leider nicht finden, so denken wir
zurück an Okefenokee.
Ria fährt auf I 20 bis Atlanta Nordcross. Hier finden wir Mall und Motel. Da es heiß ist,
sind wir auch kaputt vom Fahren und schlafen schnell ein.
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