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Reisebericht: Arches NP - Mesa Verde NP
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Reisebericht: Golden Eagle Passport
Arches NP, Mesa Verde NP, Petrified Forest NP
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1998
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
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Auf zum Arches Nationalpark
19. Oktober 1998
3.45 Uhr. Ria kocht Kaffee. Wir spüren die Zeitumstellung. Wir sind alle wach. Um 9.15
fahren wir ab. Es ist schönes Wetter. Wir verlassen die Stadt der Heiligen der letzten Tage
beruhigt, nachdem ich gelesen habe, daß die Mitglieder zwar den Zehnten abführen, doch
nebenbei verfügt die Gemeinschaft über eigene Banken, Versicherungen, Fernseh- und
Radiosender sowie über beträchtliches Immobilienvermögen. Der Vatikan läßt grüßen.
Wie sagte mein Freund Gerd Müller immer: "Wenn man bedenkt, daß der MEISTER nur auf
einem Esel daherkam."
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Arches National Park
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Arches National Park
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Wir fahren auf den I -15 South. Am Utah Lake, an American Fork vorbei und nehmen die
Ausfahrt Spanish Fork und kaufen ein bei Albertson. Wir essen draußen am Parkplatz. Danach
geht es auf den Hwy 6 East / 191 South bis GREEN RIVER, vorbei an einem riesigen
Kohletagebaubetrieb. Die Straße ist manchmal meilenweit wie ein graues Band, das mit einem
Lineal gezogen wurde. Alles Brachland. In Green River stoßen wir auf den I - 70 West.
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Eine kurze Strecke bis Crescent Junction dann biegen wir ab auf Hwy 91 S in Richtung
MOAB.
An der Strecke sehen die Canyonfelsen aus wie riesige Felsbrocken, ja manchmal erinnern
sie an einen Steinbruch.
Hier und dort einige Bäume in kräftigen goldgelbem Laub. Wir sind im CANYONLAND. Links
biegen wir in den ARCHES NP. Wir kaufen den Golden Eagle Passport für 50$. Er berechtigt
uns für 1 Jahr alle Nationalparks der USA zu besuchen. Das ist preiswert.
Schon am Anfang kommen wir ins Staunen. Diese rotbraunen Felsformationen sind nicht zu
beschreiben, weil jeder in den "geschnittenen" Felsblöcken andere Figuren
erkennt. Wasser und Eis, extreme Temperaturen, unterirdische Salzbewegungen sind
verantwortlich für diese Felsskulpturen im Arches NP.
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Dieser Arches NP ist eine durchweg wüstenhafte Landschaft, ca. 297 qkm, aus deren
Sandstein Wasser, Wind, Sonne und Kälte etwa 80 gewaltige Bögen von meist phantastischer
Gestalt geschaffen haben. In keiner anderen Region der Welt stehen so viele Arches wie in
diesem Nationallpark. Grund dafür sind vor rund 300 Millionen Jahren in diesem Teil des
Colorado Plateaus abgelagerte Salzschichten, die durch ihre Elastizität das auf ihnen
lastende Gestein dehnten und verschoben. So kam es zu Verwerfungen und Spaltenbildung. Im Laufe der Jahrtausende meißelte die
Verwitterung aus dem so "verbogenen" Gestein über 2000 Bögen und Felsbrücken,
die oft in einzigartig tiefroten Farbtönen erglühen. Eine 30 km lange Panoramastraße
führt an vielen der Felsgebilde vorbei. Die schönsten Bögen aber müssen erwandert werden. Schöne Rastplätze mit "pit-toilets"(eine Art
Plumsklo.) passen sich der
Landschaft an.
Zum Devil's Garden mit dem über 90 m breiten Landscape Arch führt ein 3 km langer Pfad
vom Ende der gepflegten Parkstraße. Ria fährt und Christian und ich fotografieren bzw.
filmen. Christian und ich wandern von bei beginnendem Sonnenuntergang in den Devil's Garden.
"When the sun sets.." Es ist schon eine imponierende Landschaft. Ria geht zum Auto
zurück und macht Bekanntschaft mit einem Kojoten, der dort friedlich herumsträunt.
Christian kommt zurück und ist enttäuscht, daß ihn seine Kamera wieder einmal im Stich
ließ. Hier in 1500 m Höhe und bei den wenigen Touristen ist die Stille zu spüren. Ria bei
der Rückfahrt: "Hier könnte man einmal länger Urlaub machen und wandern". -
Recht hat sie.
Wir übernachten in MOAB in einem Super 8 - Motel.
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Mesa Verde
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Mesa Verde
20.Oktober 1998
Von Moab fahren wir am frühen Morgen über Monticello auf den Hwy 666 S über Pleasant
View nach Cortez. Wir sind jetzt im Staate Colorado. Wir fahren über ein wunderschönes
Plateau und kreuzen immer wieder eine Eisenbahn. Drei, vier Loks ziehen über 100 Waggons
durch die Steppe. Man spürt fast noch die Anstrengung der Männer, die dieses Land der
Eisenbahn erschlossen. Der Wilde Westen wie er heute noch lebt. In Cortez besorgen wir uns
zuerst ein Unterkunft. Wir bekommen eine Suite im Best Western. Von dort fahren wir in
Richtung Durango auf dem Hwy 160 E. Aus dem Buch "Der Tod holt den Erzbischof",
das aus dieser Gegend handelt. " Die Ebene zwischen den Tafelbergen wirkte uralt und
unvollendet. So als hätte der Schöpfer - als alle Materialien zur Welterschaffung
beisammen waren - sie aufgegeben, wäre fortgegangen und hätte alles zurückgelassen, als
es sich gerade zu Bergen, Ebenen und Hochebenen zusammenfügen wollte. Das Land wartete noch
darauf, zur Landschaft zu werden. Die ganze Ebene, so der Erzbischof, war einst Schauplatz
immer erneuter Menschenjagden gewesen. Diese Indianer, die mit der Angst geboren wurden und
durch viele Generationen eines gewaltsamen Todes starben, hatten schließlich diesen Sprung
von der Erde fort gewagt und auf dem Felsen das gefunden, was die Hoffnung aller leidenden
und gequälten Geschöpfe ist - Sicherheit. Sie kamen in die Ebene herunter um zu jagen
und Getreide anzubauen, aber es gab einen Platz, zu dem sie immer zurückkehren
konnten."
Der Mesa verde Nationalpark liegt etwa 20 km von Cortez und besitzt nur diesen Zugang. In
Serpentinen windet sich die 21 Meilen lange Asphaltstraße mit beträchtlichen Steigungen
und Haarnadelkurven auf die grüne, vor allem von Wacholderbüschen und Kiefern bestandene
Hochfläche hinauf, die den spanischen Namen -grüner Tisch - trägt. Leider sind die
cliff dwellings wegen der Jahreszeit nicht mehr zugängig. Rund 1300 Jahre lebten hier die
Anasazi - Indianer und bildeten zwischen 1100 und 1300 eine Hochkultur aus, von der heute
noch viele cliff dwellings, Klippen - wohnungen, zeugen, die zu den großartigen Relikten
der indianischen Geschichte Nordamerikas zählen:
Mesa Verde (Nationalpark), Nationalpark im Südwesten des Bundesstaates Colorado, der 1906
eingerichtet wurde und eine Fläche von 211 Quadratkilometern aufweist. In diesem Park gibt
es die besterhaltenen, in Steilhängen angelegten Wohnbauten der altindianischen
Anasazikultur (siehe Felsenbewohner). Das Plateau ist von dichten Wäldern aus
Wacholdergehölzen und Pinien bedeckt. Die Steilwände der Mesa Verde (Tafelberg) erreichen
eine Höhe von 2 590 Metern über dem Meeresspiegel. Zahlreiche Cañons zerfurchen das
Plateau. In den Steilhängen sind Reste der mehrstöckigen Cliff Dwellings erhalten. Die
größte Wohnanlage des Nationalparks ist der Cliff Palace mit mehr als 200 Räumen und 23
Kivas (Kultstätten) sowie das Spruce Tree House mit 114 Räumen und acht Kivas. Auf dem
Plateau wurden noch weitere Ruinen gefunden. Zu den Einrichtungen des Nationalparks gehören
zwei Museen, die das Leben und die Kunst der Anasazikultur darstellen.
Die Anasazikultur, die bis zum 16. Jahrhundert auf dem südlichen Coloradoplateau
verbreitet war, wird in zwei aufeinanderfolgende bäuerliche Kulturen unterteilt. Die
ältere Stufe, die Basketmaker (Korbmacher), sind nach ihren großen handwerklichen
Fertigkeiten auf dem Gebiet des Korbflechtens benannt und lebten dort von 100 bis etwa 700
n. Chr. Die jüngere Stufe geht in die historische Kultur der Puebloindianer über und
bewohnte ab etwa 700 n. Chr. die Mesa Verde. Mehrere Wohnanlagen der Anasazikultur wurden
1874 erforscht. Die größten Bauwerke wurden 1888 entdeckt.
Die Fahrstrecke will keine Ende finden. "Short climb - great view" steht an
der gut ausgebauten Straße. Nur wenige Besucher sind unterwegs. Ria biegt ab zum PARK POINT
( Spectacular panorama view). Es ist die höchste Erhebung. Wir sind knapp unter dem
"Himmel", nämlich 2621 m hoch. Hier in der Höhe ist ein Fire-Lookout-Tower. Von
hier hat man einen phantastischen Ausblick über die Ebene, der four corner region, wo die
vier Staaten Colorado, New Mexico, Arizona und Utah aufeinandertreffen. Wir fahren zum Far
View Visitor Center. Dort ist die Geschichte der indianischen Kultur dargestellt. Zu den
Felswohnungen ist zur Zeit wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit kein Zugang mehr möglich.
Das Visitor Center schließt in 5 Minuten, so fahren wir wieder, beeindruckt von der
Landschaft zurück nach Cortez./Colorado. In einem Walmart kaufen wir für Christian Jeans
und warme Winterunterwäsche. In dem "Radio Grill" in diesem Kaufhaus steht:
"Rock your Appetite"
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Petrified Forest
21. Oktober 1998
Nach einem guten Frühstück in Best Western Cortez fahren wir auf den HWY 666 South
über Shiprock und Sheep Springs, hier geht es in den Canyon de Chelly (Wohnung der Götter
der Apachen). Auf einem Plakat steht: "Call on Jesus and live!" Au einem anderen :
"Think positive - share a smile." Wir fahren weiter. Es regnet und regnet. Doch
die Landschaft hier besteht nur aus trostloser Steppe. Hier muß, es wenn die Sonne scheint,
heiß sein. Hier und da vereinzelt ein Bauerngehöft. Oh Einsamkeit! Manchmal verliert sich
die weite Straße im Horizont am Himmel. Alles ist grau in grau. Wir gelangen nach Gallup.
Tag der Meilen. In Gallup biegen wir ab auf den I - 40. Noch 70 Meilen bis Exit 311. Hier
verlassen wir den Interstate und kommen in den Petrified Forest Nationalpark. Wir fahren von
Nord nach Süd. Allmählich läßt der Dauerregen nach. Einige Ausssichtspunkte bieten einen
Blick wie in eine Braunkohleabbaugebiet. "Painted Desert", eine Erosionslandschaft
aus bunten Lehm - und Sandsteinformationen. Ein gespenstischer Ausblick. Wir fahren weiter
und sehen überlall versteinerte Baumstämme liegen. Kurz vor Ende der Parkstrecke liegen
diese "Baumstämme", die mittlerweile ca. 200 Millionen Jahre alt sind. Wir wollen
fotografieren und verlassen den Fußweg. Wir machen alle unsere Fotos und gehen fasziniert
von einem "Steinbaum" zum anderen. Am Schluß können wir uns vor Lehm an den
Schuhen fast nicht mehr fortbewegen. Grobreinigung ist angezeigt, sonst versauen wir das
Auto. Nach ca. 47 km sind wir am südlichen Parkeingang. Dort erstehen wir im Giftshop
wieder unsere Andenken. Ich kaufe eine kleine Baumversteinerung. Das Fluggepäck wird
schwerer und schwerer.
Petrified Forest (Nationalpark), im Osten von Arizona in den Vereinigten Staaten von
Amerika gelegenes, 1906 als National Monument und 1962 als Nationalpark eingerichtetes
Gebiet. Der 378,4 Quadratkilometer große Park umfasst einen Teil der Painted Desert sowie
sechs separate "Wälder" mit umgestürzten, versteinerten Baumstämmen von
Koniferen. Manche Stämme haben einen Durchmesser von bis zu zwei Metern und sind über 30
Meter lang. Einer der Stämme besitzt eine Bogenform und bildet eine natürliche Brücke,
die Agate Bridge, mit einer Spannweite von zwölf Metern. Die Bäume wuchsen in der Trias,
als die Gegend noch ein Sumpfgebiet war. Nach dem Absterben wurden sie unter Sedimenten
begraben, bevor sie verrotteten. Stark kieselsäurehaltiges Wasser drang in die Stämme ein;
allmählich wurde das Holz durch Silicate und andere Mineralien ersetzt und die Stämme in
Stein umgewandelt. Spuren von Eisen, Mangan und Kohlenstoff durchsetzten die Silicate, so
dass die Baumstämme eine sehr schöne Färbung zeigen. Die Sedimentschichten, unter denen
die Stämme begraben lagen, wurden in späteren geologischen Zeitaltern durch Erosion
abgetragen, so dass viele Baumstämme nun freiliegen. Weitere Sehenswürdigkeiten des Parks
sind alte Pueblos der Indianer, wovon eines aus versteinertem Holz gebaut wurde, sowie
mehrere in Fels geritzte Zeichnungen.
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Walter Jansen
Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.
Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.
www.reisekladde.de/
Kontakt via: kontakt@reisekladde.de
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Tag der Meilen
Wir fahren weiter auf HWY 180 in Richtung Holbrook. Wir beschließen, in
Richtung Phoenix zu fahren, soweit wir kommen. Auf dem HWY 77 South geht es über Snowflake
bis Show Low. Hier beginnt eine wunderbare Straße durch das Apachenreservat.
Hier in diesem
südlichen Teil Arizonas ist die Gegend, in der die Apachen unter Geronimo gegen die US-Kavallerie
kämpften. Riesige Wälder und Schluchten, wie am River Cedar Creek wechseln
sich ab.
Bei Dunkelheit treffen wir in Globe am HWY 70 ein. Hier übernachten wir in DAYS
INN für 49 $. Ca 330 Meilen sind heute abgefahren..
Nächste Etappe: Phoenix - Sedona - Grand Canyon
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