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Reisebericht: Copacabana / Isla del Sol / La Paz / Uyuni
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Entdeckungsreise zu alten Kulturen
Copacabana / bIsla del Sol / La Paz / Uyuni
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 2000
Altersgruppe des Autors: über 35 Jahre
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Wir überqueren die Grenze nach Bolivien
Zwei Stunden dauerte die Busfahrt bis nach Yunguyo, der letzten
Ortschaft auf der peruanischen Seite des Titicacasees. Hier stoppte
der Bus, bis alle Mitreisenden ihre Passformalitäten abgewickelt
hatten. 15 Minuten später erreichten wir Copacabana. Zusammen mit
den beiden Schweizern bezogen wir das La Cupula, die wohl beste
Unterkunft des Ortes. Sabrina hatte in Puno telefonisch zwei Zimmer
reservieren lassen.
Copacabana ist ein Ort mit mediterranem Flair und ist aus mehreren
Gründen weit über die Grenzen Boliviens bekannt. So ist die Basilica
Virgen de la Candelaria in ihrer weißen Pracht eines der schönsten
Gotteshäuser des Landes. Nach einem leckeren Mittagessen, es gab
wieder Forelle, besuchten wir diese Kirche und
verbrachten den restlichen Tag an der Promenade des Seeufers.
Die Hauptattraktion ist allerdings eine Fahrt hinüber zur Isla del
Sol. Am nächsten Morgen, pünktlich um 8.00h, lief unser Boot aus.
Nach zwei Fährstunden erreichten wir Cha´llapampa, ein Dorf am
Nordende der 10 km langen und 4 km breiten Sonneninsel. Nach dem
Besuch eines kleinen Museums wanderten wir los. Wir passierten den
„Piedra Sagrada“, einen heiligen Fels mit Blick hinüber zur
Mondinsel. Kurz darauf erreichten wir die Chincana – Ruinen, hier
soll der Ursprung der Inkakultur entstanden sein. Die sagenhafte,
versunkene Stadt Atlantis soll sich hier, ein paar hundert Meter vor
der Küste, zwischen drei Felsen befinden.
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Wolfgang und ich machten uns nun auf den Weg, Richtung Süden. Wir
hatten uns vorgenommen, die Insel auf der Nord-Süd–Achse zu
durchqueren. Dieser Marsch über 10 km führte uns über mehrere Hügel
mit einer Vielzahl von Aussichtspunkten entlang eines gepflasterten
Inkapfades. Bei Kaiserwetter hatten wir fantastische Sicht nach
Nordosten auf die Königskordilleren mit ihrem höchsten Berg, dem
6427m hohen Ancohuma. Ziemlich außer Puste erreichten wir
schließlich Pilkokaina, wo unser Ausflugsboot zur Rückfahrt wartete.
Diese entwickelte sich recht unangenehm. Gegen Abend wurde es immer
frischer und einige Kilometer vor
dem rettenden Hafen ging uns noch der Sprit aus. Glücklicherweise
half uns ein Fischer mit einem Kanister Benzin aus, so schafften es
wir noch vor der
Abenddämmerung nach Hause.
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Das Abendessen nahmen wir in einer gemütlichen Kneipe, vor dem
offenen Kamin ein, nach einem anstrengenden, aber ereignisreichem
Tag gingen wir früh zu Bett. Da unser Bus nach La Paz erst am
Nachmittag des folgenden Tages Copacabana verließ, bestiegen wir
nach dem Frühstück den Hausberg des Ortes, den Cerro Calvario.
Entlang der 14 Kreuzstationen erreichten wir völlig außer Atem den
Gipfel. Da es ein Sonntag war, befanden sich viele Menschen an
diesem Wallfahrtsort. Wir genossen die grandiose Aussicht über den
See und auf die Isla
del Sol, dann begaben wir uns ins La Cupula und checkten dort aus.
Es lagen noch vier Busstunden vor uns.
Unterkunft Copacabana (unbedingt reservieren lassen) :
www.hotelcupula.com
La Paz
Die Strecke zwischen Copacabana und La Paz gehört zu den
landschaftlich schönsten der Anden. Auf dem ersten Teilstück ist ein
Pass zu überwinden, wir hatten eine wunderbare Sicht auf die Gipfel
der Cordillera Real mit dem Illampu (6368m), Huayna Potosi (6088)
und dem Illimani (6439m). Bei San Pedro de Tiquina mussten wir den
See überqueren, die Passagiere im Motorboot, der Bus auf einer
abenteuerlichen Holzfähre. Danach waren es noch gut zwei Stunden bis
nach La Paz.
Die Stadt erstreckt sich auf einer Höhe zwischen 3100 und 4100m und
ist so die höchstgelegene Hauptstadt der Welt. Der internationale
Flughafen El Alto liegt sogar auf 4200m. Startende und landende
Flugzeuge benötigen wegen der dünnen Luft eine doppelt so lange
Landebahn.In Mallasa, am unteren Ende der Stadt, bezogen wir
Unterkunft für die nächsten drei Tage. Im Internet hatte ich das
Hotel Oberland entdeckt und vorab reserviert. Vom Schweizer Walter
Schmid geführt, ist es ein angenehmer Ort, fernab der Hektik der 2 –
Millionen – Metropole. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Valle
de Luna. Über Jahrtausende haben Erosion und Klimagegensätze diese
bizarre Landschaft geformt. In den Abendstunden, als die Sonne
tiefer stand, machten wir noch eine kleine Wanderung durch das
Mondtal.
Am folgenden Tag unternahmen wir eine Taxifahrt auf den Berg
Chacaltaya. Auf 5300m liegt die Berghütte des Club Andino Boliviano,
am höchstgelegenen Skigebiet der Welt. Der gleichnamige Gletscher
ist auf Grund der Erderwärmung auf die Größe eines Fußballfeldes
zusammengeschmolzen, Skifahren kann man nur noch während der
Wintermonate. Obwohl schon seit über einer Woche akklimatisiert,
wurde mir in dieser Höhe schwindelig, die 200 Höhenmeter bis zum
Gipfel waren für mich nicht drin!
Nach einer heißen Tasse Coca-Tee ließen wir uns in die Stadt
zurückbringen. Nach zwei Plattfüßen auf dem Rückweg wurden wir an
der Plaza San Francisco abgesetzt. Wir besichtigten die gleichnamige
Basilika und bummelten durch die Altstadt. Nach einem fantastischen
Mittagessen buchten wir für den nächsten Tag einen
Mountainbiketrip, von dem wir schon in Copacabana gehört hatten und
der auch von unserem Hotelchef Walter wärmstens empfohlen wurde.
Hotel in Mallasa : www.h-oberland.com
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Copacabana: Basilika
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Grenzübergang Peru - Bolivien
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Downhill in die Yungas
The world`s most dangerous road
Um 7.00h morgens traf sich unsere Gruppe in einem Cafe am Prado.
Etwa 20 Abenteuerlustige hatten sich gefunden, für ca. 50 Dollar
„the worlds most
dangerous road“ von La Paz nach Coroico in Angriff zu nehmen.
Zwei Stunden später kletterten wir am Chumbre-Pass, bei
Schnneetreiben und klirrender Kälte
aus unserem Servicebus.Auf 4600m wurden unsere Mountainbikes
flottgemacht. Nach einer Einweisung von
unserem Guide begannen wir die 63 km lange Abfahrt
Die ersten 20 km ging es auf asphaltierter Strasse bergab, langsam
begannen unsere steifen Glieder wieder aufzutauen.
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Die ersten 20 km ging es auf asphaltierter Strasse bergab, langsam
begannen unsere steifen Glieder wieder
aufzutauen. An der einzigen Steigung des Trips hatte ich gleich
einen Platten, der aber in Windeseile vom Servicemann geflickt
wurde. Nach einer Stunde sammelte sich unser Team, wir wurden für
die nun folgende Schotterpiste belehrt. 42 km ging es nun, den
Abhang immer linker Hand, einen riesigen Berghang entlang. Wolfgang,
der noch nie in seinem Leben auf so einem High-Tec-Rad gesessen
hatte, hielt sich ausgezeichnet. Trotz der ungewohnten Bremsen, die
besonderes Fingerspitzengefühl erfordern, will man sturzfrei
bleiben! Ohne jede Leitplanken kurvten wir abwärts, entlang eines
hunderte Meter tiefen Abgrundes. Unzählige Holzkreuze erinnerten uns
laufend, immer auf der Hut zu sein. Wir durchquerten Bäche und
fuhren durch kleine Wasserfälle, an besonders
spektakulären Passagen wurden wir von unserem Guide fotografiert und
gefilmt.
Als wir uns alle für einen Imbiss sammelten, fing es an zu
Schütten. Innerhalb kürzester Zeit war auch der Letzte von uns bis
auf die Knochen durchnässt. Auf dem letzten Abschnitt wurde es immer
schlüpfriger. Wolfgang hatte es als Brillenträger besonders schwer,
da die Sicht für ihn sehr eingeschränkt war. So waren wir
erleichtert, endlich den Zielort Yolanda ohne Sturz erreicht zu
haben. 3500 Höhenmeter hatten wir bezwungen, - dieser Trip wird uns
noch lange im Gedächtnis bleiben! Für die Teilnehmer gab es ein
kühles Bier und ein T-Shirt des Veranstalters, jede Menge
Erinnerungsfotos wurden geschossen. Unser Bus fuhr uns anschließend
hoch nach Coroico, wo uns nach einer heißen Dusche und
Klamottenwechsel ein reichhaltiges Essen serviert wurde.
Gegen Abend ging es den Weg zurück nach La Paz , um 22.00h
erreichten wir unser
Hotel in Mallasa.
Diese Tagestour kann ich absolut nur empfehlen, auch für einen
ungeübten Radler ist es zu schaffen. Wir hatten gegen einen Aufpreis
von ca. 10 Euro die Luxusräder genommen, mit Federung hinten als
auch vorne. Außer einem leichten Muskelkater in den Oberschenkeln
und vereinzelten Krämpfen in den Händen vom dauernden Bremsen hatten
wir keinerlei Probleme oder Nachwirkungen.
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Bolivianische Fähre
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Valle de Luna
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Chumbre Pass: Die gefährliche Abfahrt beginnt
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René mit Sportsfreund: WIR haben es geschafft !
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René Jahn
Das Reisen war schon immer die große Leidenschaft von René Jahn. Als Kind mit den Eltern, später als Teenager auf eigene Faust, bereiste er Europa.
In den Achziger Jahren begann er mit Fernreisen.
Mittlerweile hinterließ er seine Fußspuren in über 50 Ländern
auf allen Erdteilen.
Mehr als vierzig mal zog es ihn nach Südostasien, vor allem
hat es ihm die Götterinsel Bali angetan.
René, Jahrgang 1960, ist Beamter und wohnt mit seiner
Lebensgefährtin Sabine in Nürnberg.
Kontakt via: woopwoop@t-online.de
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Diese Tagestour kann ich absolut nur empfehlen, auch für einen
ungeübten Radler ist es zu schaffen. Wir hatten gegen einen Aufpreis
von ca. 10 Euro die
Luxusräder genommen, mit Federung hinten als auch vorne. Außer einem
leichten Muskelkater in den Oberschenkeln und vereinzelten Krämpfen
in den Händen vom dauernden Bremsen hatten wir keinerlei Probleme
oder Nachwirkungen. Man kann auch die Rückfahrt um den ein- oder
anderen Tag verschieben, hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir
sicherlich länger hier geblieben. Wenige Autostunden entfernt vom
Hochland des Altiplano, ist es eine schöne Alternative, ein paar
Tage im tropischen Regenwald zu entspannen.
Tags darauf holten wir für 5 USD im Büro des Veranstalters die CD
unseres Trips ab, ein tolles Andenken an die rasante Fahrt.
Im Touristenviertel Sagarnaga buchten wir unsere Weiterreise.
Über den Salar de Uyuni in drei Tagen bis nach San Pedro de Atacama
in Chile.
Downhilltour : www.gravitybolivia.com
Lokale in La Paz : Vienna, in der Federico Zuazo, auf Höhe der Plaza
del Estudiante – fantastisch!
Angelo Colonial, in einem Hinterhof der Linares, vollgestopft mit
Antiquitäten, Travellertreff.
Unsere nächsten Etappen:
Salar de Uyuni - bei den Lagunen -
Nordchile - Arequipa
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