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Reisebericht: Lower Sable - Skukuza
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Reisebericht: Die Regenbogennation: Südafrika
Lower Sable - Skukuza
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Reisetyp: Individualreise
Reisebericht aus dem Jahr: 1999
Altersgruppe des Autors: 45-60 Jahre
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Lower Sable – Rundfahrt
29. März 1999
Angenehme Bettruhe. Am frühen Morgen liegen tausende Moskitos und Mücken vor der mit
Fliegengitter geschützten Cottagetür. Gut, dass wir die Malaria-Prophylaxe nehmen. Für
36,00 Rand gehen wir Frühstücken. Vögel fliegen an die Milchkännchen und trinken daraus.
Wir brechen auf zur Erkundungsfahrt durch den Nationalpark. Es ist heiß und die Sonne
scheint. Antilopen der verschiedensten Arten sind übermäßig vorhanden. Interessant ist,
wie schlecht manchmal die Giraffen zu erkennen sind. Nur durch die Bewegung sind sie
manchmal auszumachen. Phantastisch sind auch verschiedene Baumarten wie z.B. der
Regenschirmbaum oder Transvaal Candelabra. Saverio trägt schwer an seinem Rucksack. Wir
vermuten, daß er einen Taschentresor mit sich schleppt, doch es ist wohl das Fernglas, das
"tierisch" gut ist. Saverio: "Ich bin wie mein Fernglas!" Christian:
"Eben wahnsinnig gut!" Wir fahren wieder: Walter:" Wenn Ihr jetzt ein Tier
seht, sagt mal nix, vielleicht sehe ich es auch". Wir fahren an einen Stausee. Es ist
mäuschenstill hier. Ein älterer Herr sieht die neue Filmkamera und meint ." You know
you are not allowed to make poeple jealous." Einige Bäume sind abgestorben und wirken
wie Mahnmale an diesem afrikanischen Himmel. Wir kommen an einen Aussichtspunkt mit einem
grandiosen Blick über die Savanne. Weit vor uns grasen die Tiere, die wie Punkte in dieser
riesigen Grasfläche wirken. Farbenprächtige Vögel, eine Kette Perlhühner, Flusspferde,
Erdmännchen, Warzenschweine, Zebras, die manchmal stark grauweiß oder bräunlichweiß
gestreift sind; sogar Schildkröten bekommen wir zu sehen. Es ist schon ein
überwältigendes Gefühl, diese Tiere so hautnah zu erleben.
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Zebras,in Afrika beheimatete, kontrastreich gestreifte Arten aus der Familie der
Pferde, die in ihrem Verhalten und Aussehen Eseln ähneln. Wie diese haben Zebras eine kurze,
aufrecht stehende Mähne, große Ohren und einen buschigen Schwanz mit Quaste. Die
Streifenzeichnung, die Zebras von anderen Arten der Familie unterscheidet, gilt heute als
Tarnfärbung gegen Tsetsefliegen: Für die Komplexaugen dieser Insekten, welche die
Naganaseuche übertragen, löst das Streifenmuster vermutlich die Körperumrisse der Zebras
auf.
Zebras bilden oft mit anderen Arten wie Gnus, Giraffen oder Straußen gemeinsame Herden.
Sie ernähren sich vorwiegend von Gräsern, Bergzebras auch von Blättern und Rinde. Zebras
unternehmen weite Wanderungen, um neue Nahrungsgründe oder Wasserstellen zu erschließen.
Zebrastuten bringen nach einer Tragzeit von etwa einem Jahr ein einzelnes Fohlen zur Welt.
Natürliche Nahrungsfeinde der Zebras sind Löwen und Hyänen.
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Der Mensch dezimiert die Bestände der Zebras durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und
direkte Verfolgung; Zebras können als Arbeitstiere abgerichtet werden.
Zebras werden in drei Arten und mehrere Unterarten eingeteilt, die sich in ihrer
Streifenzeichnung unterscheiden. Die kleinste Art ist das Bergzebra mit einer Widerristhöhe
von 1,2 Metern. Es hat einen kräftigen, muskulösen Körper, der silberweiß gefärbt ist
und, bis auf den Bauch und die Innenseiten der Schenkel, schwarze Streifen und Flecken
trägt. Die Kopfzeichnung ist braun, die Schnauze kastanienbraun bis hellbraun gefärbt.
Bergzebras leben in kleinen Herden und bewohnen Bergregionen Südafrikas. Durch intensive
Bejagung wurde diese einst weit verbreitete Art in ihrem Bestand stark dezimiert. Heute
leben nur noch Restbestände.
Insgesamt am häufigsten ist das Steppenzebra – zwei seiner Unterarten sind allerdings
ausgestorben. Steppenzebras leben in großen Herden in den mittleren und östlichen Ebenen
Afrikas. Ihr Fell ist hellgelb gefärbt und hat breite, schwarze Streifen, die sich mit
helleren Flecken, so genannten Schattenstreifen, abwechseln. Das Zeichnungsmuster weist eine
hohe geographische und individuelle Variabilität auf. Bei einigen Individuen ziehen sich
die Streifen bis hinunter zu den Hufen, bei anderen sind die Fesseln weiß. Eine Unterart,
das Quagga, wurde während des 19. Jahrhunderts ausgerottet. Es war dunkler als das
Bergzebra und nur an Kopf, Hals und Schultern gestreift.
Die größte Art ist das Grevyzebra, das nach dem früheren französischen Präsidenten
Jules Grévy benannt wurde. Es erreicht eine Widerristhöhe von 1,5 Metern und hat deutlich
schmalere Streifen. Obwohl diese Art früher individuenreich und weit verbreitet war, kommt
sie heute nur noch in den Trockensavannen Ostafrikas vor und ist vom Aussterben bedroht.
Auf dem abendlichen Heimweg halten wir an einem See, der von Krokodilen bewohnt ist.
Saverio will so nahe wie möglich ranfahren. Doch unsere Hilfeschreie werden erhört. ER
lässt sich überreden und bleibt drin.
Der Abend klingt aus bei einem gemütlichen Essen.
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Skukuza und der Tag der Tiere
30. März 1999
Wir fahren nach Skukuza. Hier ist Rummel. Von Johannesburg bringen Omnibusse, oder
Rosinenbomber die Touristen heran. Jede Menge Deutsche bevölkern das Camp. Vor Skukuza
hängen Riesenvögel in den Baumkronen. Von dort fahren wir über eine nicht asphaltierte
Straße und kommen in ein einmaliges Wildparadies.
Giraffen neben uns, Zebras vor und Antilopen um uns und Büffel in geziemendem Abstand .
Wir staunen und filmen und fotografieren. Die Himmelsfarben wieder klar und eigenartig. Eine
große Erdmännchen – Sippe paradiert vor uns. Herrlich wie wachsam sie wirken. Einer
passt auf. Er steht am Wegesrand auf den 2 Hinterbeinen und beobachtet uns. Ratzfratz sind
sie weg, wenn Gefahr droht.
Weiter führt dieser Weg durch herrliche Landschaft und immer wieder Tiere, da plötzlich
eine Elefantenherde: Mütter und Tanten mit ihren Kleinen.
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Elefanten, Familie der Rüsseltiere, der die größten und schwersten landbewohnenden
Säugetiere angehören. Tiere aus derselben Ordnung durchstreiften während des Pleistozäns
(siehe Quartär) alle Landmassen außer Australien und der Antarktis. Zwei heute noch
lebende Arten sind der Indische oder Asiatische Elefant, der in Indien und Südostasien
beheimatet ist, und der Afrikanische Elefant, der südlich der Sahara lebt. Elefanten sind
in Wäldern, Savannen und Flusstälern anzutreffen. Zu den ausgestorbenen Mitgliedern dieser
Verwandtschaftsgruppe gehören das Mammut, das bis zu 4,5 Meter groß wurde, und das
kleinere Mastodon. Das Mammut überlebte bis zur Steinzeit, es ist in Höhlenmalereien
dargestellt.
Der Rüssel
Der muskuläre Rüssel enthält keine Knochen, er ist das unverwechselbare Kennzeichen
der Elefanten. Es handelt sich um eine stark verlängerte Oberlippe und Nase, mit der Gras,
Blätter und Wasser zum Maul geführt werden. Elefanten nehmen pro Tag etwa 300 Kilogramm
Nahrung und 80 Liter Wasser zu sich. Wasser saugen sie durch die Nasenlöcher an und
spritzen es sich ins Maul. Der Rüssel ist ein sehr vielseitiges Organ: Er wird auch als
Waffe, zum Trompeten, Laubabreißen und Aufnehmen von Staub für das Staubbad verwendet.
Außerdem können die Tiere mit ihm Gerüche wahrnehmen; dazu halten sie den Rüssel
gelegentlich hoch in die Luft. Mit Hilfe zweier Hautlappen am Ende des Rüssels, die sie wie
Finger handhaben, können Elefanten kleine Gegenstände aufnehmen und untersuchen. Darüber
hinaus dient der Rüssel als Ausdrucksmittel.
Stoßzähne und Gebiss
Die Stoßzähne, enorm vergrößerte Schneidezähne, sind tief in den Schädel
eingebettet. Die Stoßzähne Afrikanischer Elefanten können in Ausnahmefällen 3,5 Meter
lang werden. Die Nutzung des als Elfenbein bezeichneten Dentins (Zahnbeines) der Stoßzähne
ist ein Hauptgrund für den Bestandsrückgang der Elefanten. Man schätzt, dass allein in
den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts etwa 700 000 Elefanten wegen ihrer Stoßzähne
abgeschlachtet wurden. 1989 wurde der Import von Elfenbein in die EU und die USA verboten.
Von den sechs Backenzähnen (drei Prämolaren oder Vorbackenzähne und drei Molaren oder
eigentliche Backenzähne) wird in jeder Seite des Ober- und Unterkiefers immer nur jeweils
einer genutzt. Ist dieser aufgrund der harten pflanzlichen Nahrung abgenutzt, wird er durch
einen größeren ersetzt, der sich im Kiefer von hinten nach vorn schiebt (horizontaler
Zahnwechsel). Wenn der letzte und größte der Backenzähne verbraucht ist, muss das Tier
verhungern. Die Lebenserwartung frei lebender Elefanten beträgt etwa 30 bis 40 Jahre, in
Gefangenschaft können Elefanten 50 bis 60 Jahre alt werden.
Afrikanische und Indische Elefanten
Der Afrikanische Elefant lässt sich leicht vom Indischen oder Asiatischen Elefanten
unterscheiden: Er erreicht eine Körperhöhe von ungefähr drei Metern (Bullen ausnahmsweise
bis 4,5 Meter), eine Kopfrumpflänge (ohne Rüssel) von etwa vier Metern und wiegt drei bis
sechs Tonnen. Er ist größer als der Indische Elefant. Die Bullen letzterer Art haben eine
Körperhöhe bis drei Meter, eine Kopfrumpflänge von etwa 3,5 Metern und ein Gewicht von
ungefähr vier Tonnen. Der Afrikanische Elefant hat größere Ohren, die eine Länge von 1,5
Metern erreichen können. Er ist an der Schulter am höchsten und hat eine faltigere Haut;
im Gegensatz zum Indischen Elefanten tragen Bulle und Kuh Stoßzähne. Der Rüssel des
Afrikanischen Elefanten hat zwei Hautlappen statt nur einem.
Fortbewegung
Trotz ihres großen Gewichts laufen Elefanten fast geräuschlos. Mit weichen,
rhythmischen Schritten bewegen die säulenartigen Beine die massige Gestalt vorwärts. An
der Unterseite des Fußes besteht ein dickes, federndes Polster. Dieses absorbiert die Wucht
des Gewichts beim Auftreten und ermöglicht es dem Tier, hoch auf seinen hufähnlichen Zehen
zu laufen. Auf einem Quadratzentimeter der Fußsohle ruhen lediglich 600 Gramm
Körpergewicht. Im Allgemeinen gehen Elefanten mit einer Geschwindigkeit von ungefähr sechs
Kilometern pro Stunde; sie können aber auch mit bis zu 40 Kilometern pro Stunde angreifen.
Elefanten vermögen weder zu galoppieren noch über Gräben zu springen. Sie begeben sich
jedoch bereitwillig in Flüsse und Seen, denn das Wasser trägt sie. Sie können große
Strecken schwimmen, ohne zu ermüden.
Sinnesorgane
Die großen Ohren des Afrikanischen Elefanten dienen wahrscheinlich nicht nur dem Hören,
sondern auch der Ventilation und optischen Kommunikation. Elefanten können schlecht sehen,
da ihre Augen relativ klein sind und sich seitlich am großen und ziemlich unbeweglichen
Kopf des Tieres befinden. Das empfindlichste Organ ist der Rüssel, der fortwährend genutzt
wird – u. a. zum Aufnehmen von Nahrungsgerüchen am Boden oder dem Wittern von Gefahr.
Sozialstruktur
Elefanten sind gesellig und sehr sensibel gegenüber den Rufen und Bewegungen ihrer
Artgenossen. Sie bilden Herden von 15 bis 30 oder mehr Tieren, die gewöhnlich miteinander
verwandt sind. Ein altes Weibchen leitet die Herde. Die Herden des Indischen Elefanten
bestehen im Allgemeinen aus Weibchen, Jungtieren und einem alten Bullen. Zu den Herden des
Afrikanischen Elefanten können auch mehrere ausgewachsene Bullen gehören. Bullen, die von
der Herde verjagt wurden, leben meist allein oder in "Junggesellenherden".
Elefanten fressen zumeist morgens, abends und in der Nacht; tagsüber ruhen sie. Wenn sie
weiterwandern, ziehen sie oft in einer Reihe.
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Walter Jansen
Walter Jansen befindet sich im Ruhestand und hat nun endlich die Zeit gefunden seinem grossen Hobby dem "Reisen" nachzugehen. Neben seiner Frau und seinen Kindern sind Filmkamera und Fotoapparat dabei seine treuesten Reisebegleiter. Aber auch seine Gitarre darf nicht fehlen. Mit ihr bringt Walter Jansen vielen Menschen Unterhaltung und Freude. Besonders unterwegs bringt das Gitarrenspiel Menschen zusammen und Freundschaften werden durch die Musik leicht angebahnt.
Sein meist besuchtes Land ist Nord Amerika. Aber auch Malaysia, Australien, Neuseeland und einige Laender Afrikas faszinierten und inspirierten Walter Jansen zu weiteren Reiseabenteuern. Die naechste groessere Reise ist bereits in der Planung. Eine Reihe asiatischer Laender wird dieses mal das Ziel sein. Ganz neue Eindruecke und Abenteuer werden Gelegenheit zu weiteren Berichten geben.
www.reisekladde.de/
Kontakt via: kontakt@reisekladde.de
© Copyright für Artikel und Bilder liegen beim Autor
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Fortpflanzung
Elefantenkühe paaren sich zumeist in ihrem 15. oder 16. Lebensjahr mit einem Bullen, der
sich gegenüber den anderen Bullen der Herde behaupten konnte. Das Paar trennt sich dann oft
für mehrere Wochen von der Herde. Nach einer Tragzeit von 21 oder 22 Monaten wird
gewöhnlich nur ein Kalb geboren. Dies kann bereits im Alter von wenigen Tagen der Herde
folgen.
Kälber werden leicht von Leoparden und Tigern gerissen, die zu den wenigen natürlichen
Feinden der Elefanten gehören. Das Junge wird fünf Jahre gesäugt; die Zitzen der Kuh
befinden sich direkt hinter den Vorderbeinen. Die Jungen nehmen die Milch nicht mit ihrem
Rüssel auf, sondern legen diesen zurück und saugen mit dem Maul. Während ihres Lebens
bringen Elefantenkühe etwa fünf bis zwölf Kälber zur Welt.
Nach diesem erlebnisreichen Tag verbringen wir die letzte Nacht im Camp. Saverio, bester
Fahrer von allen, bringt uns heil zurück und träumt bereits am Abendtisch vom schönen Tag
im Park.
Nächste Etappe: Von New Castle nach Durban
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