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Swakopmund
15. Oktober 2003
Heute früh ein besonderes Schauspiel. Tausende Kormorane kommen in einer endlosen Schar aus der Bucht
und ziehen flach über das Meer in Richtung der seichten Gewässer zwischen Swakopmund und Walvis Bay.
Nach einem sehr guten Frühstück packen wir , dürfen das Auto noch länger parken und machen
unseren Bummel durch die Stadt. Überall Bezeichnungen " Lazarett" oder "Garnison" in
deutscher Sprache und in jedem Geschäft wird auch Deutsch gesprochen.
Ein Bildband über Namibia und das bereits erwähnte Buch "Wenn es Krieg gibt, gehen wir in
die Wüste" wird gekauft. Dann fahren wir hinaus in die neu erbaute Vorstadt. Es sieht alles sehr
ordentlich aus.
Ab Mittag ist das Wetter wieder schön. Den Nachmittagsspaziergang beenden wir mit Kaffee und Kuchen.
Anschließend dann zur Pension "Secret Garden" Dieses nette Haus liegt fast unauffällig
an der Strasse und hat einen wunderschönen Innenhof, der sehr dekorativ gestaltet ist. Die Zimmer sind
freundlich und geschmackvoll eingerichtet.
Swakopmund - Arandis - Immenhof Guestfarm
16. Oktober 2003
Nach einem guten Frühstück verabschieden wir uns von den netten Gastgebern.
Nach den üblichen Versorgungseinkäufen und Volltanken geht es weiter Richtung Usakos.
Den Besuch der Skeleton Coast heben wir uns für den nächsten Namibia-Besuch auf.
Wir fahren vorbei an Arandis.
Iwanowski: "In Arandis leben etwa 6000 Menschen... Die Stadt gehört der Rössing-Mine,
deren Privateigentum der Ort ist. Bürgermeister, Verwaltungsangestellte, Kindergärtnerinnen:
Alle werden vom Konzern bezahlt. Wenn man seinen Arbeitsplatz bei Rössing verliert, muss man den Ort
verlassen."
Die Rössing-Mine ist die größte Tagebau-Uranmine der Welt. Zur Zeit arbeiten noch
ca. 200 Beschäftigte hier.
Diese Mine kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Wir verzichten. Auf der Fahrt nach Usakos
grüßt links "das Matterhorn von Namibia" (1728 m ), die Spitzkoppe. Am Ortseingang von Usakos
biegen wir links ab und wollen zur Farm Ameib. Laut Iwanowski sollte man möglichst um 11 Uhr auf der Farm sein,
um die entsprechenden Wanderungen zu Bulls Party und Philips Höhle (Felsmalereien) unternehmen zu können.
Gegen 12.00 Uhr erreichen wir nach langer staubiger Anfahrt die Farm. Man lässt sich den Besuch gut
bezahlen und die Ansichtskarten sind auch nicht billig.
Wir fahren bis zum Parkplatz und beginnen die Felsbesteigung zu den Malereien. Weiße Punkte auf
den Felsen, gut sichtbar, zeigen an, wohin man laufen muss. Hier herrschen heute 37 Grad Celsius.
Wir Fußkranke sind schon gut ¾-Stunde unterwegs und der Schweiß läuft in Bächen
den Rücken und die Stirn hinunter.
Als wir meinen, unserem Ziel nahe zu sein, sehe ich hoch oben in den Felsen weitere weiße Punkte.
Wir brechen ab und gehen zurück zum Parkplatz.
Nach einer Verschnaufpause verlassen wir die Farm und begeben uns auf die Schotterpiste, um zur
Immenhof Farm zu gelangen.
Die Strecke ist von hier aus dürftig ausgeschildert. Wir halten uns in Richtung Uis Myn
und biegen dann auf den Pad Richtung Immenhof und Schönfeld ab. Unterwegs bewähre ich mich
als Beifahrer und "Gatterexperte". Die Gatter verhindern, dass das Vieh in fremde Regionen wechselt.
An den Gattertoren sind die Fahrrinnen so sandig, dass Ria nur durch schräges Anfahren verhindert,
dass wir stecken bleiben. Hier und da blockieren Kühe, Rinder und Kälber den Weg.
Am späten Nachmittag erreichen wir die Gästefarm Immenhof.
Friedhelm von Seydlitz – seine Frau Ria ist zu Besuch in Deutschland -
heißt uns gleich bei einem herrlich kühlen Bier willkommen und hat Zeit für ein interessantes
Gespräch über Farm und Leute. In seiner netten Art versteht er es gut, uns einen guten Einblick
über die Sorgen und Probleme einer Farm zu vermitteln. Seine Familie ist schon jetzt in der
dritten Generation hier und man merkt am Umgangston mit seinen Beschäftigten, dass hier ein gutes
"Familienklima" herrscht. Seine schwarzen Beschäftigten kennt er aus seiner Kindheit und so ist dort
ein Klima des Zusammenarbeitens gewachsen, was in manchen anderen Farm fehlt.
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